Neue Sonderausstellung "Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute" öffnet am 1. Advent

Spieglein, Spieglein an der Wand - Märchen im Museum

Von Ivonne Sielaff

Wernigerode l Dornröschens Spinnrad, die goldene Kugel aus dem "Froschkönig" - im Wernigeröder Harzmuseum geht es wahrlich märchenhaft zu. "Für unsere Weihnachtsausstellung haben wir uns wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht", kündigt Ulrike Hofmüller vom Harzmuseum an.

"Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute" ist der Titel der Exposition. Das Kernstück bildet der Märchenberg von Inge Möller. Die Dresdnerin hat eine Landschaft mit 24 Märchenszenen modelliert. "Außerdem haben wir die Wernigeröder aufgerufen, uns Alltagsgegenstände mit Märchenmotiven zur Verfügung zu stellen." Dies sei immer sehr spannend, weil man nie weiß, was die Leute bringen.

Fast 200 Leihgaben lagern inzwischen im Museum, darunter unzählige Märchenbücher. "Märchen aus Russland, aus Italien, aus 1001 Nacht, von den Grimms - auch ganz alte", sagt Ulrike Hofmüller. Besonders ausgefallen sei eine Tischdecke, die mit Märchenmotiven bestickt ist. "Sie ist bestimmt 120 Jahre alt." Tassen, Teller und Spiele wurden ebenfalls abgegeben. "Märchen faszinieren die Menschen seit jeher. Wahrscheinlich ist es das gute Ende, was ihren Reiz ausmacht", so die Museumsmitarbeiterin. "Zum Schluss siegt eben immer das Gute."

Die Ausstellung wird am Sonntag, 1. Dezember, zum Museumsweihnachtsmarkt eröffnet. "Dieser besondere Markt steht Besuchern von 10bis 18Uhr offen", informiert Ulrike Hofmüller. In den Räumen des Museums werden Kunsthandwerker ihr Können unter Beweis stellen. Die Mädchen und Jungen der Liv-Ullmann-Schule und andere Aussteller präsentieren liebevoll gestaltete Dekorationen, Filzarbeiten, Holzspielzeuge und vieles mehr. Außerdem statten die Damen der Kreativgruppe vom Seniorenhaus Steingrube dem Museum einen Besuch ab und stricken vor Ort. "Von 11 bis 17 Uhr jeweils zur vollen Stunde können Kinder zudem eine Märchenvorführung erleben. Auch eine kleine Bastelecke haben wir vorbereitet."

Die Ausstellung selbst ist bis zum 15. Februar zu sehen, sodass Familien in den Winterferien die Chance haben, die märchenhaften Exponate zu besichtigen.