Unwetter

Starke Regenfälle: Land unter in Wernigerode und Silstedt

Ein heftiges Unwetter hat am Sonnabend in Wernigerode und Silstedt die Kameraden der Feuerwehr und der Wasserwehr in Atem gehalten. Entwarnung gab es erst am späten Nachmittag.

Von Ivonne Sielaff
Volker Friedrich und Ulrich Eichler (vorn) von Wernigerodes Wasserwehr kontrollieren den Ablauf an der Insel in Hasserode.
Volker Friedrich und Ulrich Eichler (vorn) von Wernigerodes Wasserwehr kontrollieren den Ablauf an der Insel in Hasserode. Foto: Ivonne Sielaff

Wernigerode/Silstedt - Starke Regenfälle haben am frühen Samstagnachmittag für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen gesorgt. In Wernigerode und vor allem im Ortsteil Silstedt waren die Kameraden der Feuerwehr im Dauereinsatz. Keller mussten leergepumpt, Straßen abgesperrt werden.

In der Unterführung im Veckenstedter Weg stand das Wasser. „Dort mussten wir zwei Personen aus einem Transporter retten“, so Wernigerodes Ortswehrleiter Torsten Breiting. Silstedt habe es besonders schwer getroffen. „Dort lief das Wasser von den Äckern in die Ortslage und auf die Grundstücke.“ Auch im Bereich Pfingstgras/Am Plan waren Straßen überflutet. Dort war der Silstedter Bach über die Ufer getreten. Insgesamt 70 bis 80 Feuerwehrleute seien laut Breiting von Mittag bis Nachmittag im Einsatz gewesen – darunter die Freiwilligen aus Wernigerode, Silstedt, Benzingerode, Minsleben und Darlingerode.

Rathauskeller geflutet

„Kurzzeitig war es heftig“, so das Fazit von Ralf Schult, der für die Wernigeröder Stadtverwaltung im Einsatz war. Am späten Nachmittag habe sich die Lage wieder beruhigt gehabt. Mitarbeiter des Bauhofs hätten die zwischenzeitlich gesperrte Unterführung im Veckenstedter Weg gereinigt und dann wieder für den Verkehr freigegeben.

Wie Schult berichtet, hätten sich in der Degenerstraße die Gullys durch den Druck des Wassers gelöst. „Wir haben deshalb den Wasser- und Abwasserzweckverband alarmiert.“ Neben etlichen Privathäusern im ganzen Stadtgebiet habe es auch den Keller des Rathauses erwischt. „Unterhalb der Touristinfo steht das Wasser fünf bis acht Zentimeter hoch und muss abgesaugt werden.“

Sandsäcke liegen beim Bauhof bereit

Für alle Fälle sei der Bauhof geöffnet. „Dort liegen Sandsäcke und Schippen“, so Schult. „Ein Mitarbeiter ist vor Ort. Falls Bedarf ist.“

Wernigerodes Wasserwehr musste am Samstag ebenfalls ausrücken. „Wir waren an allen neuralgischen Punkten unterwegs“, berichtet Wasserwehrchef Volker Friedrich. Schwerpunkte seien die Bacheinläufe in Hasserode gewesen. Vor allem der Sturzbach, der Triangeleinlauf sowie der Schräge Ratskopfgraben an der Himmelpforte. „Wir haben dort Schwemmgut beseitigt, damit das Wasser ungehindert abfließen kann. Zudem seien die Pegelstände an der Insel, an der Kruskastraße und an der Holtemme weiter stadteinwärts kontrolliert worden.

Auch in Wernigerodes Nachbarstadt Blankenburg hielt der Starkregen die Feuerwehr in Atem. Etwa 50 Einsätze, so das vorläufige Fazit am späten Nachmittag. Betroffen war vor allem das Wohngebiet Gehren und die Börnecker Straße.

Überflutete Straßen im Ortsteil Silstedt. Hier war der Silstedter Bach über die Ufer getreten.
Überflutete Straßen im Ortsteil Silstedt. Hier war der Silstedter Bach über die Ufer getreten.
Foto: Ivonne Sielaff
IIn Silstedt – hier am Holzweg – lief das Wasser von den Äckern in den Ort und über die Grundstücke.
IIn Silstedt – hier am Holzweg – lief das Wasser von den Äckern in den Ort und über die Grundstücke.
Foto: Ivonne Sielaff
Ein Transporter steckte im Veckenstedter Weg fest. Die Unterführung war vollgelaufen.
Ein Transporter steckte im Veckenstedter Weg fest. Die Unterführung war vollgelaufen.
Foto: Stadt Wernigerode
Sascha Kräuter von der Wasserwehr säubert den Einlauf am Ratskopfgraben an der Himmelpforte.
Sascha Kräuter von der Wasserwehr säubert den Einlauf am Ratskopfgraben an der Himmelpforte.
Foto: Ivonne Sielaff
Die Feuerwehr war im gesamten Wernigeröder Stadtgebiet – wie hier im Kupferhammer – im Einsatz, um Keller leerzupumpen.
Die Feuerwehr war im gesamten Wernigeröder Stadtgebiet – wie hier im Kupferhammer – im Einsatz, um Keller leerzupumpen.
Foto: Ivonne Sielaff