Blankenburg l „Wir sind so froh, dass es endlich losgehen kann.“ In den Worten von Blankenburgs Bürgermeister Heiko Breithaupt (CDU) schwingt hörbar Erleichterung mit. Denn auch er hatte immer wieder bei Investor Sascha Kühnel nachgefragt, wann denn die Sanierungsarbeiten im sogenannten Forsthaus an der Ecke Herzog-/Westerhäuser Straße starten.

Vor fast genau einem Jahr hatten der Wernigeröder und sein Projektentwickler Gerhard Bleile ihr Vorhaben öffentlich vorgestellt. Damals waren sie davon ausgegangen, ihre Wohnanlage bereits im Herbst eröffnen zu können. Von diesen Plänen mussten sie sich allerdings überraschend verabschieden.

Nachdem sie die Bauanträge gestellt hatten, seien sie mit „unvorhergesehenen rechtliche Änderungen“ konfrontiert worden, wie es Bleile diplomatisch ausdrückte. Somit hätten sie die komplette Planung noch einmal überarbeiten müssen. Vor 14 Tagen dann die gute Nachricht: die Baugenehmigung wurde erteilt. „Damit sind nun die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um mit ersten vorbereitenden Arbeiten zu beginnen“, so Bleile. Aktuell werden vor allem alte Wand- und Deckenverkleidungen sowie Schutt und Gerümpel aus den Räumen entfernt. Um Baufreiheit zu schaffen, werde demnächst auch ein desolater Schuppen im Innenhof abgerissen.

14 Wohnungen zwischen 32 und 68 Quadratmetern

Inhaltlich habe sich am Projekt nichts geändert, versichert Bleile. Vorgesehen ist, in die drei vorhandenen Flügel des historischen Gebäude-Ensembles (Baujahr um 1880) insgesamt 14 moderne Wohnungen zu integrieren. Geplant seien Ein- und Zwei-Raum-Wohnungen zwischen 32 und 68 Quadratmetern.

Um in die Räume im Obergeschoss zu gelangen, sollen zwei Aufzüge eingebaut werden. Die denkmalrechtlichen Genehmigungen dafür lägen vor. Eines der Herzstücke des Projektes ist eine Begegnungsstätte mit einer öffentlichen Caféteria in dem prägnanten Pavillon-Vorbau direkt an der Straßenecke von der Westerhäuser zur Herzogstraße.

Nach derzeitigem Fahrplan rechnen Sascha Kühnel und Gerhard Bleile mit dem offiziellen Baustart im April. Sie sind optimistisch, dass bereits im Frühjahr kommenden Jahres die ersten Bewohner einziehen können. „Wir haben einen langen Atem gebraucht. Aber es lohnt sich für das gemeinsame Ziel: Dem alten Forsthaus wieder zu neuem Leben zu verhelfen“, sind sich die Partner einig. Heiko Breithaupt freute sich, dass „hier Projektanten mit Herz und viel Liebe zum Detail dabei sind.“