Quedlinburg (dl/mz) l Nach dem Mord an einem 73 Jahre alten Quedlinburger haben die Ermittler offenbar eine neue heiße Spur. Am Mittwoch durchsuchten rund 100 Beamte sechs Wohnungen sowie gewerblich genutzte Räume in Quedlinburg. Dabei, so ein Sprecher der Polizeiinspektion (PI) Magdeburg, seien auch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) zum Einsatz gekommen, um die richterlich angeordneten Durchsuchungen abzusichern. Die durchsuchten Räumlichkeiten würden von einem 49 Jahre alten Quedlinburger genutzt oder mitgenutzt, gegen den sich im Zuge der Ermittlungen ein Anfangsverdacht erhärtet habe, so ein PI-Sprecher weiter. Der Mann sei bei den mehrstündigen Durchsuchungen nicht angetroffen worden, nach ihm werde gesucht. Weitere Angaben zu dem 49-jährigen Tatverdächtigen machte der Polizeisprecher nicht. Die eingesetzten Beamten hätten zahlreiche Beweismittel, darunter Computer und Datenträger, sichergestellt. Diese würden nun ausgewertet.

Der 73 Jahre alte Quedlinburger Michal W. war am 31. August in den Abendstunden in Quedlinburg niedergeschossen worden und noch vor Ort gestorben. Wenige Tage später war ein 23-Jähriger von der Ermittlern der Sonderkommission „Gröpern“ festgenommen worden. Da sich gegen ihn ein Tatverdacht nicht erhärten ließ, kam er später wieder frei.