Musik

Vorfreude auf „Rocken am Brocken“-Festival in Elend

Die Fangemeinde freut sich: Das Musikfestival „Rocken am Brocken“ in Elend kann in diesem Jahr live und vor Ort stattfinden – wenn auch mit Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

Von Katrin Schröder
Nach coronabedingter Unterbrechung kann das ?Rocken am Brocken?-Festi val  2021 wieder live und vor Ort im Oberharz-Ortsteil Elend stattfinden.  Wegen der Pandemie ist die Zahl der Besucher reduziert worden.
Nach coronabedingter Unterbrechung kann das ?Rocken am Brocken?-Festi val 2021 wieder live und vor Ort im Oberharz-Ortsteil Elend stattfinden. Wegen der Pandemie ist die Zahl der Besucher reduziert worden. Foto: Merlin Schönfisch

Elend - Am Fuß des Brockens wird bald wieder gerockt: Unter dem Motto „Natur, Musik, Freundschaft“ wird am Freitag, 6. August, und Sonnabend, 7. August, das Festival „Rocken am Brocken“ in Elend stattfinden. Nach der coronabedingten Absage im vergangenen Jahr dürfen Bands und Besucher sich nun live und vor Ort treffen und feiern. Lange habe das Organisationsteam zittern müssen, sagt dessen Öffentlichkeitsarbeiterin Cindy Görner. „Doch die Hoffnung war immer da. Nun ist die Freude riesengroß.“

Dies gilt umso mehr, als das derzeit vieles möglich ist, was noch vor einem Jahr undenkbar war. „Wir sind froh, dass wir ein relativ normales Festival veranstalten dürfen“, so Cindy Görner. Einige pandemie-bedingte Auflagen gibt es dennoch zu beachten.

Das beginnt bei der Zahl der Besucher: Reisen unter normalen Umständen zwischen 5000 und 6000 Festivalgäste in den Oberharz-Ortsteil, sind in diesem Jahr maximal 2000 Zuschauer erlaubt. Zudem wurde die Dauer der Großveranstaltung von drei auf zwei Tage verringert. Dafür habe es verschiedene Gründe gegeben, sagt Cindy Görner – unter anderem den Umstand, dass erst kurzfristig entschieden wurde, dass das „Rocken am Brocken“ tatsächlich stattfinden darf.

Dabei sein oder übertragen

Deshalb konnten Besucher, die bereits für die 2020er-Auflage Eintrittskarten gekauft hatten, entscheiden, ob sie in diesem Sommer teilnehmen, das Geld zurückbekommen oder ihre Tickets auf 2022 übertragen lassen. Viele hätten, weil sie schon anderweitig verplant seien, die letztere Option gewählt, sagt Cindy Görner. Es sei zwar noch nicht ganz sicher, wie viele der 2000 Plätze bereits belegt seien. „Es gibt aber noch Eintrittskarten.“

Für diejenigen, die nicht dabei sein können, gibt es wie im vergangenen Jahr eine Alternative via Fernsehen und Internet. „Rocken am Brocken“ wird wieder Teil des „Zeitgleich“-Festivals – gemeinsam mit dem „MS Dockville“ in Hamburg und dem „Sound of the forest“ am Marbach-Stausee im Odenwald.

An einem Tag werden 15 Konzerte aus dem Programm der drei Festivals per Livestream in der Reihe „Arte Concert“ des deutsch-französischen Kultursenders Arte übertragen. „Das ist schön, weil es in dieser Zeit viele gibt, die noch nicht wieder auf Veranstaltungen gehen wollen – verständlicherweise“, sagt Cindy Görner. Diesem Teil des Publikums könne man mit der Live-Sendung ebenfalls etwas bieten.

Mehr Abstand auf dem Campingplatz

Die Besucher vor Ort haben einige Hygieneauflagen zu beachten. „Wir hoffen, dass unsere Besucherinnen und Besucher mit an einem Strang ziehen und sich an die Regeln halten“, sagt Cindy Görner. Dazu gehört, dass auf dem Campingplatz ein größerer Abstand zwischen verschiedenen Haushalten eingehalten werden muss. Maskenpflicht herrsche aber nur am Einlass und in geschlossenen Räumen. Für alle gilt die „3 G“-Regel: Nachzuweisen sind bei der Anreise vollständige Impfung, Genesung oder ein tagesaktueller Schnelltest von einem offiziellen Impfzentrum.

Unter diesen Bedingungen steht dem Festivalspaß nichts mehr im Wege. „Alle Künstler freuen sich, wieder auf einer Bühne stehen zu können und Publikum zu haben“, sagt Cindy Görner. Das Programm sei wieder bunt gemischt und biete bekanntere Namen wie Popstar Alice Merton („Roots“), die Singer-Songwriterin Kat Frankie und die Hamburger Punkrockband Montreal, alte Bekannte wie den Schweizer Sänger Faber und die Indierockformation Razz wie auch zahlreiche neue Gesichter.

Das „Rocken am Brocken“-Team sei „sehr divers“ und bemühe sich daher auch um Vielfalt bei der Auswahl der Künstler, sagt Cindy Görner. „Unsere Besucher lieben unser Festival, und wir finden es schön, wenn wir Bands eine Bühne bieten können, die noch nicht jedermann auf dem Schirm hat.“