Elbingerode l Um 18.05 Uhr ist das erste der noch vorläufigen Wahlergebnisse im Rathaus Elbingerode eingegangen - aus Sorge, wie es fast schon Tradition ist.

Dem nach Einwohnern kleinsten Oberharz-Ortsteil folgte Elend mit seiner Wahlergebnismeldung, dann kam eine ganze Weile nichts. Gegen 18.30 Uhr meldete das große Mittelfeld der Orte die Ergebnisse. Zuletzt gegen 18.45 Uhr die Wahllokale mit den vielen Stimmen in Elbingerode. Und dann stand es fest: 1954 Stimmen für Ronald Fiebelkorn (56) von der CDU Oberharz, 1738 Stimmen für Heiko Kaschel (63)von der Bürgerfraktion.

Ehefrau Susanne Fiebelkorn und Tochter Silia sowie Mutter Meta umarmten und gratulierten als erste dem Wahlsieger. Sie hatten das Kopf-an-Kopf-Rennen im Trauzimmer des Rathauses Elbingerode mit verfolgt. Gratulationen folgten von Amtsinhaber Frank Damsch (SPD) sowie von Mitbewerber Heiko Kaschel, der trotz Niederlage allen dankte, die ihn gewählt haben. Ein "ganz herzliches Dankeschön" an seine Wähler übermittelte auch Ronald Fiebelkorn, der zwischen den der Reihe nach im Rathaus eintreffenden Gratulanten noch einmal zusätzlich ins Schwitzen kam. Fiebelkorn machte einerseits einen gespannten und andererseits auch einen gelösten Eindruck. Mit seinem Wahlsieg beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Seine Amtszeit beginnt im Juli.

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Stichwahlsonntag

Begonnen hatte der Stichwahlsonntag im Gegensatz zum etwas turbulenten Ende doch recht langsam, wenn nicht sogar teilweise träge. Bis zum gestrigen Mittag waren nur wenige Wähler in den zwölf Wahlräumen der zehn Oberharzortschaften begrüßt worden. Danach wurde der Zustrom teilweise besser, wie aus den Wahllokalen berichtet wurde. In Hasselfelde war gegen 15 Uhr kurzzeitig regelrecht Schlangestehen im Wahllokal angesagt.

Die meisten Stimmen für Fiebelkorn gab es in den beiden Wahllokalen in Elbingerodes Schulen (zusammen 799 Stimmen) sowie bei der Briefwahl (443). Kaschel hatte seine Stimmenhochburgen in Hasselfelde (714 Stimmen), Stiege (209 Stimmen) und ebenfalls bei der Briefwahl (272)

Bei der Briefwahl wurden diesmal insgesamt 715 gültige Stimmen abgegeben - genau 16 Stimmen mehr als beim ersten Wahlgang. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 39 Prozent - fünf Prozent weniger als noch am 8. April.