Niederndodeleben l Dass ihre großen Vorbilder von der Feuerwehr Wasser zum Feuer löschen nutzen und der Bauch des Tanklöschfahrzeuges mit Wasser gefüllt ist, das wissen die „Zwerge“ von den Kinderfeuerwehren aus Hohendodeleben, Remkersleben und Eggenstedt ganz genau. Doch Wasser hat noch viel mehr Geheimnisse. Um diese zu erkunden, weilten die 22 Fünf- bis Achtjährigen mit ihren sechs Betreuerinnen am vergangenen Wochenende im Mauritiushaus in Niederndodeleben.

Und damit in den Stunden zwischen dem Herrichten der Betten, dem Schlafen und der Abreise keine Langeweile aufkommt, hatte sich die Bildungsreferentin des Hauses, Daniela Merz, ein Projekt rund ums Wasser ausgedacht. In interessanten Spielen wurden verschiedene Fragen zum Wasser geklärt. Wo gibt es Wasser in der freien Natur?, Wie entsteht Wasser? und Wie nutzen die Menschen das Wasser? waren nur einige Beispiele. Spiele und Experimente brachten die Kinder aus Hohendodeleben, Eggenstedt und Remkersleben, für die es übrigens die erste gemeinsame Unternehmung dieser Art war, zusammen.

So zeigten sie ihre Kreativität beim Bau von Wasserfiltern oder ließen sie selbstgebaute Schwimmbeete, wie es sie in regenreichen Ländern gibt, auf dem Flüsschen Schrote schwimmen. Spannung kam auf, als verschiedene Experimente die Kraft und Wirkung des Wassers verdeutlichten. Warum schwimmt eigentlich der Apfel, während die Birne einfach im Wasserbecken untergeht? Wird die Wasserkraft ausreichen, damit die Büroklammer weiter schwimmt, wenn das Papier unter ihr durchnässt ist und untergeht?

Die Vorbereitung des Mittagessen wurde ebenfalls in das Programm eingebaut. So konnten die Kinder ihre Fähigkeiten beim Gemüseschnippeln beweisen, bevor die Suppe über dem offenen Feuer köchelte.

Nach fast 24 Stunden fiel die Bilanz der Kinder durchweg positiv aus. Danach gefragt, ob es ihnen gefallen hat, antworteten sie im Chor mit einem klaren „Ja“. Und auch die Betreuer Stephanie und Heike Meier aus Eggenstedt, Doreen Lauenroth und Anika Wipper aus Remkersleben sowie Andrea Drebenstedt und Karoline Rogowski aus Hohendodeleben zeigten sich begeistert. „Die Kinder machen super mit und helfen sich untereinander“, stellte Andrea Drebenstedt fest.

Wasser ist aber nur eines der Themen, um die es in Projekten und Seminaren für verschiedene Altersgruppen im Niederndodeleber Mauritiushaus geht. Die ökumenische Begegnungs- und Bildungsstätte der evangelischen Kirche sieht ihre Schwerpunkte im Thema eine Welt, im ökumenischen Lernen, in der interkulturellen Begegnung und im globalen Lernen. So werden beispielsweise auch Welternährung, Klimawandel, Migration, weltweite Gerechtigkeit oder Weihnachten in anderen Ländern thematisiert.