Wolmirstedt l Die Schüler der Gerhard-Schöne-Schüler an der Samsweger Straße haben am vergangenen Montag mit Vertretern der jüdischen Gemeinde Chanukka gefeiert. Das jüdische Lichterfest ging am Montag zu Ende.

In der Schule verbanden Lehrer und Schüler das christliche Weihnachtsfest mit dem jüdischen Chanukka. Wie gewohnt an den Montagen nach den Adventssonntagen konnten die Mädchen und Jungen erst einmal die Adventskerzen anzünden und dazu passend ein Weihnachtslied singen.

Rabbiner Benjamin Sousan zündete mit den Kindern und Lehrern gemeinsam die Lichter des Chanukka-Leuchters an. Traditionell wird am ersten Abend des sieben Tage dauernden Festes ein Licht angezündet, an jedem weiteren Tag kommt eins dazu. Am Ende des siebten Tages leuchten so acht Lichter auf dem Leuchter.

Während dieser Zeit hatten die Lehrer auch bereits eine Videoverbindung zur Partnereinrichtung im israelischen Afula bei Nazareth eingerichtet, so dass israelische und deutsche Kinder gemeinsam die Lichter anzünden konnten. Rabbiner Benjamin Sousan verteilte nach einer jüdischen Tradition Geldstücke an die Kinder, auch an die Geschichte zur Entstehung des Chanukka-Festes erinnerte er. Chanukka erinnert die jüdischen Gläubigen an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor Christus nach dem erfolgreichen Makkabäeraufstand der Juden Judäas gegen griechische Juden und makedonische Seleukiden.

Ebenfalls einem jüdischen Brauch folgend versammelten sich die Schüler, Lehrer und ihre Gäste aus der jüdischen Gemeinde anschließend in der Caféteria und aßen dort gemeinsam Pfannkuchen. Gegessen werden zu Chanukka eben vor allem in Öl gebackene Speisen wie eben Pfannkuchen oder Kartoffelpuffer mit Apfelmus.

Schulleiterin Dagmar Lupu und ihre Stellvertreterin Silvia Wöhe-Weise freuten sich über das gelungene Zusammentreffen der Kulturen in der Schule. „Die Kinder waren ganz aufgeregt, als sie ihre israelischen Freunde erkannt haben. Die Sprachbarriere ist gar nicht so wichtig, weil sie sich mit dem Herzen verstehen“, sagte Dagmar Lupu.