Burgstall l Ein Kessel mit Punsch dampft über offenem Feuer, deftiger Grünkohl duftet, ebenso frisch gebackene Waffeln. Viele Burgstaller, aber auch Besucher aus den Nachbardörfern, genossen die gemütliche Atmosphäre des Lichtermarktes. An einigen Ständen konnten die Gäste geschmackvolle Bastelarbeiten für den Gabentisch erwerben. Die Gemeinde hatte zwei Holzhütten angeschafft, die für die Versorgung genutzt werden konnten.

„Im Gegensatz zum vergangenen Jahr haben wir sehr viel Glück mit dem Wetter“, freute sich VielFalt-Vereinsvorsitzender Carsten Miehe über den großen Besucherandrang bei fast frühlingshaften Temperaturen. Natürlich hatte der Verein auch den Weihnachtsmann bestellt. Fred Wendt war in die Rolle des bärtigen Alten geschlüpft, der Süßigkeiten an die Kinder und auch an einige besonders artige Erwachsene verteilte.

Dann kam es zum Höhepunkt des Lichtermarktes. Mitglieder des Theater- und Kulturvereines führten das Märchen „Frau Holle“ auf. Seit November war dafür geprobt worden. Kostüme und Kulissen mussten angefertigt werden. Erstmals öffnete sich auf der Freilichtbühne sogar ein Vorhang aus purpurrotem Samt.

Mit großer Spielfreude und sichtlichem Spaß agierten die Darsteller und zogen das vielköpfige Publikum in ihren Bann. Als sich der Vorhang nach der Schlussszene geschlossen hatte, wurden die Mühen mit lang anhaltendem Applaus belohnt.

Der 2014 gegründete Theater- und Kulturverein VielFalt zählt derzeit etwa 35 Mitglieder. Im Februar sollen auf der Jahreshauptversammlung die nächsten Vorhaben beschlossen werden. Dazu zählen voraussichtlich das Fest mit allen Burgstaller Vereinen am 1. Mai, das Schulfest, Erntedank und natürlich der 4. Lichtermarkt.