Volksstimme-Vertreter nicht zugelassen

A14: Einwender bei Erörterung gehört

Burgstall/Tangerhütte (bst) l Die privaten Einwender, Vertreter öffentlicher Belange sowie die Naturschutzverbände waren in den vergangenen Tagen bei den Erörterungsterminen für den A14-Lückenschluss gehört worden. Dabei ging es um den Abschnitt Colbitz-Burgstall-Dolle.

Ein Vertreter der Volksstimme war am Mittwoch beim Erörterungstermin im Tangerhütter Kulturhaus auf Antrag der Planungsbehörden nicht zugelassen worden. Am Mittwoch war unter anderem die Gemeinde Burgstall gehört worden.

"Die Gemeinde stellte zunächst einen Antrag auf Aufhebung des Termins aufgrund veralteter A14-Unterlagen und falscher Abschnittsbildung", informierte nach dem Erörterungstermin Ratsmitglied Dr. Christian Kroll, "dieser Antrag wurde von den Vertretern des Landesverwaltungsamtes abgelehnt. Die Gemeinde Burgstall hat dann ausführlich vorgetragen, und die einzelnen Punkte wurden erörtert."

Schwerpunkte waren dabei insbesondere die Verkehrsprognose, die nach Meinung der Gemeinde keine Rechtfertigung für den A14-Lückenschluss ist, da die Verkehrsbelastung auf der Bundesstraße 189 seit 2005 stagniert. Des Weiteren bemängelt die Gemeinde den Standort der geplanten Tank/Rastanlage. "Sie verbraucht große Flächen, erzeugt Lärm für Dolle und Cröchern und verschandelt das Landschaftsbild", so Dr. Kroll.

Weiterhin fordert Burgstall einen Einschnitt der Trasse, insbesondere in den Steinberg, aus Gründen des Lärm- und Sichtschutzes sowie des Landschaftsbildes. Kritisiert wird auch das gesamte Wegekonzept, da nicht alle dringend notwendigen Wege ausgebaut werden sollen sowie die geplanten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

"Der Landesbetrieb Bau hat in der Erörterung zu diesen Punkten nicht erkennen lassen, dass er zu Änderungen an der Planung bereit ist", berichtete Burgstalls Bürgermeister Sigurd Heimann. "Unser Rechtsanwalt Burkhard Rayling hat in seinem Schlusswort Kompromissbereitschaft der Gemeinde angeboten, wenn es wirklich substanzielle Änderungen an der A14-Planung gibt, nicht nur Placeboaktivitäten. Die Gemeinde behält sich aber ohne Änderungen eine gerichtliche Überprüfung der Planungen vor", so Burgstalls Bürgermeister.