Barleben l Bereits zum zweiten Mal hat die Gemeinde Barleben am Dienstag gemeinsam mit der Umwelt-, Tourismus und Regionalberatung Futour zur Leitbildwerkstatt aufgerufen. Entwickelt werden sollen dabei im gemeinsamen Dialog mit den Bürgern Konzepte für die Zukunft Barlebens. Es ging dabei um die Bereiche „Familienfreundliches Wohnen“, „Kommunikation und Kooperation“, „Umwelt und Klima“, und „Verkehr, Mobilität und Infrastruktur“.

Das neue an der zweiten Sitzung: Nachdem Frank Nase, Bürgermeister von Barleben (CDU), die einzelnen Bereiche seiner ehrgeizig als „Agenda Barleben 2030“ bezeichneten Zukunftsvision für die Gemeinde vorgestellt hat, waren die Bürger aufgefordert, mit grünen Punkten zu bewerten, welche der Aspekte für sie persönlich wichtig sind. Die Sitzung sollte der Entwicklung von konkreten Vorstellungen dienen. Auf großes Interesse stieß dabei der Bereich „Kommunikation und Kooperation“ .

„Freies W-Lan in allen Dorfgemeinschaftshäusern und Verwaltungssitzen, das wäre wirklich wichtig“, das sagt zum Beispiel Siegfried Bausewein, der als Bürger zu der Informationsveranstaltung gekommen ist. Als Sportwart sei er daran besonders interessiert. „Wir benötigen das Internet für unsere Kommunikation einfach“, so sagt der 70-Jährige aus Barleben. Dieser Punkt ist eine der Visionen, die die Agentur Futour auf eine Pinnwand geklemmt hat, um den von Nase genannten Schlagworten „Digitalisierung“, „mutige, kreative Köpfe“, „Kooperationen und Netzwerke“ sowie „wertschätzende Verwaltung“ mehr Inhalt zu verleihen.

Insgesamt, so zieht der Gemeindesprecher Thomas Zaschke Resümee, wäre es schön gewesen, wenn etwas mehr Bürger da gewesen wären. Denn die Werkstatt sollte nicht zur bloßen Information dienen, sondern konkret die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen.

Von denen, die da waren, kamen kritische Nachfragen, wie zum Beispiel, ob der Ruf nach einem besseren Breitbandausbau in einer Studie, die zusammen mit Futour unter Barleber Bürgern durchgeführt wurde, im Widerspruch damit steht, dass Digitalisierung laut Nases Präsentation eine Stärke von Barleben sei. Nase beschwichtigt an dieser Stelle – seine Vision von Barleben sei es, den Breitbandausbau noch weiter voranzutreiben, um letztendlich um letztendlich Fachkräfte und eine urbane Bevölkerung anzuziehen, sowie kreative Köpfe zu behalten. „Wenn wir über Wasserqualität reden, interessieren uns dann die Rohre?“, sagt er dazu.