Kleinannahmestellen im Landkreis

l Die ehemalige Müllkippe in Elbeu, nahe dem Maschenplatz, ist bereits Anfang der 1990er Jahre geschlossen worden. Noch zu späten DDR-Zeiten wurde auf das Ankippen von Asche verzichtet.

l Heute gibt es in Elbeu eine Kleinannahmestelle in der Meitzendorfer Straße 2. Diese ist ganzjährig montags bis freitags jeweils in der Zeit von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

l Auch in Haldensleben, Wanzleben und Oschersleben gibt es entsprechende Kleinannahmestellen.

l Grünschnitt wird dort kostenfrei angenommen, wenn er von Bürgern abgegeben wird. Diese zählen als Kleinablieferer, wenn die Menge bis zu zwei Kubikmeter beträgt.

l Weitere Informationen gibt es über den Kommunalservice des Landkreises Börde unter der Telefonnummer 039201/70 33 40 sowie im Internet auf der Seite www.ks-boerde.de.

Elbeu l Vom Maschenplatz in Elbeu zweigt ein schmaler Feldweg in Richtung alte Mülldeponie ab. Er führt zwischen einem Ackerstück und einer Wiese hindurch – beides wird bewirtschaftet. Sobald der Weg in das Gelände der alten Kippe übergeht, bietet sich dem Wanderer in diesen Tagen ein unschöner Anblick. Im linken Bereich finden sich Misthaufen in regelmäßigen Abständen. Wer dem Pfad folgt, der stößt auf dem Deponiegelände auf noch größere Mist- und Grünschnittablagerungen.

Das allein wäre an sich wohl nicht so besonders schlimm. Es handelt sich ja immerhin um eine Müllkippe – allerdings um eine stillgelegte und dafür gibt es klare Vorschriften. „Das Ablagern von Müll und Schutt ist hier verboten“, betont der Fachdienstleiter für Ordnung und Sicherheit der Stadt Wolmirstedt, Dirk Illgas, auf Volksstimme-Nachfrage. „Das schließt natürlich Grünschnitt und Misthaufen mit ein.“

Den Mitarbeitern des Fachdienstes ist die Situation ebenfalls schon aufgefallen. „Wir kontrollieren über einen Schacht zum örtlichen Tiefbrunnen in regelmäßigen Abständen die Wasserqualität“, berichtet der Fachdienstleiter weiter.

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Abladen ist ordnungswidrig

Wenn es mit der Ablagerung des Tiermistes allerdings so weitergeht, dann dürfte auch der Zugang zu dem Brunnen für die Mitarbeiter der Stadt nicht mehr so einfach werden. Genau bis zu dem Kontrollpunkt liegen die Ablagerungen nun mittlerweile schon – und durch Tierkot zu waten gehört im Normalfall nicht zu den Aufgaben der Stadtbediensteten.

„Wir sind da schon auf einer heißen Spur“, versichert Dirk Illgas. „Dieses illegale Verkippen ist zudem eine Ordnungswidrigkeit.“ So könne von dem Verursacher eine Beräumung verlangt werden, dazu käme dann eine Verwarnung, die durchaus ein entsprechends Verwarngeld beinhalten würde. „Die Beräumung der ehemaligen Müllkippe von Seiten der Stadt oder des Landkreises ist in dem Fall auszuschließen“, formuliert der Leiter. Es handelt sich außerdem um ökologisch durchaus abbaubare Überreste.

Nicht nur der Stadt, auch etlichen Elbeuern sind die Verkippungen ein Dorn im Auge. Diese haben sich nämlich bei der Volksstimme gemeldet und auf den Umstand aufmerksam gemacht. „Den ganzen Weg entlang liegen Reste vom Mist“, sagt ein Einwohner des Stadteils (Name ist der Redaktion bekannt). „Auf der Straße lässt sich sogar der Anlieferweg verfolgen und da hört der Spaß auf, wenn zusätzlich noch die ganze Umgebung verdreckt wird.“