Barleben (vs/spt) l Schon von weitem sind sie in ihren neongelben Westen zu erkennen. Karl-Heinz Hänisch und Raimund Hubbe sind als Verkehrshelfer im Breiteweg in Barleben im Einsatz, um für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen. Im Fokus der beiden stehen Kinder auf ihrem Schulweg in die Feldstraße.

Ein kurzer abstimmender Blick, dann betreten die beiden Männer mit ausgestreckten Armen und einer Verkehrskelle in der Hand die Straße. „Man muss seine Augen überall haben“, sagt Raimund Hubbe konzentriert. Manche Autofahrer reagierten spät und müssten stark bremsen. „Das wird dann schon mal knapp“, ergänzt der 66-Jährige, während er die nächste Gruppe von Schülern über den Breiteweg lotst. Genau wie sein Kollege Karl-Heinz Hänisch ist auch Raimund Hubbe seit vielen Jahren als Verkehrshelfer tätig. Anfangs wurde noch in der Meitzendorfer Straße über die Fahrbahn geholfen. Doch mit dem Umzug der Grundschule in die Feldstraße wurde der Breiteweg als neuralgischer Punkt ausgemacht. Nämlich genau dort, wo die Schüler aus dem Bus aussteigen und die Straße queren müssen, um zum Durchgang in die Feldstraße zu gelangen.

Seitdem die zwei Verkehrshelfer die Schüler vor unachtsamen Autofahrern schützen, fehlte keiner von beiden auch nur einen Tag. „Zuverlässigkeit ist wichtig, schließlich geht es um die Sicherheit der Kinder“, findet Karl-Heinz Hänisch. Manche der Mädchen und Jungen kenne er sozusagen seit ihrem ersten Schultag.

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Der morgendliche Einsatz der beiden Verkehrshelfer dauert genau von 06.45 bis 07.45 Uhr. Danach lässt der Verkehr auf dem Breiteweg in Barleben langsam nach und es wird ruhiger. Zeit für Raimund Hubbe und Karl-Heinz Hänisch, wieder nach Hause zu gehen.

Seit 1953 sind Schülerlotsen und Verkehrshelfer in Deutschland im Einsatz. Laut Angaben der Deutschen Verkehrswacht sorgen damit bundesweit aktuell rund 50.000 Menschen für sichere Schulwege.