Groß Ammensleben l Ob es um die Eingewöhnung geht, die Gestaltung der Gruppenräume, um das Thema Inklusion oder um die Zusammenarbeit mit den Eltern: In den sieben kommunalen Kindertagesstätten der Niederen Börde sollen die Pädagogen künftig nach den gleichen Standards arbeiten. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung haben die Erzieher seit 2011 dazu ein sogenanntes Qualitätsmanagementsystem (QM) erarbeitet.

Die Ergebnisse wurden auf 115 Seiten in einem Handbuch festgeschrieben. Dieses soll das Leistungsangebot der Einrichtung nach außen transparent und überprüfbar machen, erklärt Daniela Baars, Leiterin des Fachdienstes Bürgerdienste. Das Handbuch soll den Mitarbeitern auch als Orientierung für ihre Arbeit dienen, die Grundlage für pädagogische Professionalität bilden und rechtliche Sicherheit geben. Durch genau formulierte Ziele soll die Qualität in den einzelnen Bereichen nun messbar sein.

Bereiche werden evaluiert

Das Kinderförderungsgesetz Sachsen-Anhalt verpflichtet Träger von Kitas seit 2013, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen, das verpflichtende Standards definiert. „Das Besondere ist, dass wir ein eigenes Qualitätsmanagement-Handbuch erarbeitet haben und kein vorgegebenes als Grundlage nehmen“, erklärt Daniela Baars. Schritt für Schritt sollen die Vorgaben nun umgesetzt und pro Jahr zwei Qualitätsbereiche fortlaufend evaluiert werden.

Finanziert wurde die Einführung des QM mit Mitteln, die zur Weiterbildung der Erzieher vorgesehen waren. Der Gemeinderat hat dem Handbuch per Beschluss zugestimmt. Es soll auch bei künftigen Entscheidungen, beispielsweise wenn es um Weiterbildungsmaßnahmen oder eine andere Raumgestaltung geht, als Grundlage dienen.