Barleben l Die „Partner unter Blaulicht“ sollen bei einem besonderen Aktionstag in Barleben im Mittelpunkt stehen. In enger Zusammenarbeit richten die Gemeinde und der neue Verein „Pro Polizei Sachsen-Anhalt“ am 7. September einen „Blaulichttag“ aus und haben dazu zahlreiche Einsatzkräfte eingeladen.

So wollen auf dem Hof der Barleber Mittellandhalle sowie auf dem angrenzenden Parkplatz Vertreter der Bundespolizei, des Reservistenverbandes und des Karrierecenters der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerkes, der Gemeindefeuerwehr Barleben sowie der Rettungshundestaffel Magdeburg-Elbeland von 10 bis 17 Uhr Einblicke in ihre Arbeit geben. Mit dabei ist auch der Han-Fu Kampfsportverein Haldensleben mit einem Infostand.

Mit dem Aktionstag wollen die Mitglieder von „Pro Polizei“ ihrem Verein ein Gesicht geben“, erklärt dessen Vorsitzende Karolin Braunsberger-Reinhold im Gespräch mit der Volksstimme. Sie ist zugleich Initiatorin des Vereins, der sich aktuell noch in der Gründungsphase befinde. Den Anstoß haben ihr die Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg vor einiger Zeit gegeben, erklärt sie. „Der Respekt gegenüber den Sicherheitsbehörden ist weg“, stellt Karolin Braunsberger-Reinhold fest.

Als Ansprechpartner zur Verfügung stehen

Der Verein wolle den Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, zwischen Bürgern und Einsatzkräften vermitteln und unterstützen. „Man braucht einen Multiplikator mit einer niedrigeren Hemmschwelle“, erläutert sie. Plant eine schulische Einrichtung beispielsweise einen Präventionstag, könnte der Verein die passenden Akteure vermitteln.

Eine erste Gelegenheit bietet der „Blaulichttag“. Konzipiert ist die Veranstaltung als Familientag mit Mitmachaktionen, Infoständen, einem Bastelstand der Jugendfeuerwehr, einer Hüpfburg sowie spannenden Vorführungen. So möchte die Barleber Feuerwehr beispielsweise demonstrieren, wie bei einem Einsatz eine im Fahrzeug eingeklemmte Person mithilfe einer hydraulischen Rettungsschere befreit wird.

Der Ideengeberin sei es wichtig, dass die Wertschätzung für den Job der teilweise ehrenamtlichen Einsatzkräfte wieder steigt, erklärt die Gemeinde: „Unsere Einsatzkräfte gehen täglich ein enormes Risiko ein, um für die Sicherheit und Unversehrtheit der Bevölkerung zu sorgen. Diese fühlt sich allerdings häufig gegängelt und gemaßregelt, reagiert zunehmend mit Abwertung und Respektlosigkeit. Das muss sich ändern“, sagt Karolin Braunsberger-Reinhold.