Wolmirstedt l In Sachen Supermärkte ist Wolmirstedt super aufgestellt. Neun Stück an der Zahl bieten Lebensmittel und mehr. Lidl will aus dem Objekt in der Samsweger Straße ausziehen und selbst bauen. Am Kreisel Samsweger Straße/Geschwister-Scholl-Straße. Der Stadtrat hat zugestimmt.

Das wird Veränderungen mit sich bringen. Unter anderem ist unklar, was mit dem jetzigen Lidl-Gebäude passiert. Es gehört einem Dritten. Weiterhin ist nicht klar, an welcher Stelle die Jugendlichen künftig bolzen können, die sich bisher in der Heinrich-Heine-Straße wohlgefühlt haben. Werden sie den zweiten Bolzplatz in der Julius-Bremer-Straße besuchen?

Im Stadtrat wurde diskutiert, ob der Bolzplatz der Heinrich-Heine-Straße überhaupt an anderer Stelle wieder aufgebaut werden solle. Letztlich plädierten Stadträte wie Fritz-Georg Meyer (CDU) und Waltraud Wolff (SPD) dafür, wieder einen zweiten städtischen Bolzplatz anzubieten. „Wenn wir den Jugendlichen keinen Platz bieten, suchen sie sich einen“, begründete Fritz-Georg Meyer.

Die Verwaltung wurde beauftragt, mögliche Standorte auszuwählen und zu bewerten. Diese Liste liegt nun vor und wird demnächst in den Ausschüssen beraten.

Sieben Grundstücke wurden ausgesucht und bewertet. Als Lieblingsvariante ging das „Stadion des Friedens“ hervor. Es liegt zentral, lässt sich gut erreichen, ist bereits als Sportfläche ausgewiesen, gehört der Stadt und könnte mit neuem Konzept sogar zu einem Generationenspielplatz werden. Allerdings wurde das „Stadion des Friedens“ auch schon als Standort für neue Wohnhäuser gehandelt. Es besteht also auch für diese Stelle noch Diskussionsbedarf. Erst einmal grasen auf dem einstigen Fußballplatz Schafe.

Alte Fundamente im Boden

Als ebenfalls gut geeignet gilt der Platz, auf dem einst der sogenannte Ohre-Zehner stand. Vorteile seien die Nähe zum jetzigen Bolzplatz, allerdings gehört dieses Areal der WWG, im Untergrund befinden sich alte Fundamente.

Eine mittelgute Bewertung erhielten das ehemalige Krankenhausgelände, das ehemalige Schulgartengelände sowie das ehemalige Trafohausgelände. Diese Bereiche gelten als künftige Baugebiete für Wohnhäuser, das ehemalige Trafohausgelände gehört noch der Avacon.

Ebenfalls in Frage kommt das Stadion „Glück auf“ im Küchenhorn, allerdings nur,wenn es ein Stadion bleibt. Davon ist derzeit nicht auszugehen. Die Tendenzen des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft gehen eindeutig dahin, dass dieses Areal künftig als Auwald, also Überflutungsgebiet genutzt wird und das Stadion an anderer Stelle entstehen wird.

Ein Bolzplatz im Gebiet der stillgelegten Gärten An der Industriebahn bekommt eigentlich gar keine Punkte. Dort gibt es Gärten und Häuser, der Konflikt mit bolzenden Jugendlichen wäre vorprogrammiert. Außerdem wäre der Platz viel zu klein.

Wie immer sich der Stadtrat im Laufe des Jahres entscheidet, Bau und Finanzierung eines neuen Bolzplatzes übernimmt Lidl.