Barleben l Um auch künftig Fördermittel für bestimmte Projekte erhalten zu können, fordert das Land von den Kommunen, ein Entwicklungskonzept für ihre Gemeinde zu erstellen. In Barleben liegt inzwischen die Auswertung einer Bürgerbefragung und der ersten Leitbildwerkstatt vor.

Wie Projektleiterin Karolin Reinhold erklärt, sei das Papier den verschiedenen Fachbereichen innerhalb der Verwaltung vorgelegt worden. Am Montag soll eine interne Beratung stattfinden, in der wiederum jeder Bereichsleiter darlegen soll, welche Maßnahmen und Wünsche der Bürger seitens der Verwaltung umgesetzt werden könnten.

Großer Handlungsbedarf bei Breitband

Den größten Handlungsbedarf sehen die Barleber laut Befragung beim Thema Breitbandausbau, gefolgt von der Nutzbarkeit öffentlicher Freiräume und Grünflächen sowie dem Wohnraumangebot beziehungsweise verfügbaren Bauflächen. „Beim Wohnraum gibt es nach wie vor eine große Nachfrage“, betont die Projektleiterin. Weniger Handlungsbedarf würden die Bürger dagegen bei der Ver- und Entsorgung mit Wasser, Abwasser und Energie, bei der Grundversorgung mit Bäcker, Post etc. sowie beim Schulangebot sehen.

Wie Karolin Reinhold erklärt, soll voraussichtlich am 18. Juni eine weitere Leitbildwerkstatt stattfinden, in der weiter erörtert werden soll, wie verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden könnten. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung, die auf den Antworten von 250 Teilnehmern beruhen, sollen zudem im Mittellandkurier sowie auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden. Geschickt worden war der Fragebogen mit dem Gemeindeblatt an jeden Haushalt und war zudem online abrufbar.

Konzept soll planen helfen

Ziel des IGEK ist es, „die strategisch-planerische Grundlage für die ländliche Entwicklung zu schaffen“, erläutert das Landesverwaltungsamt. Dabei sollen die Gemeinden ihre Stärken und Schwächen kennenlernen, Ziele formulieren und daraus Entwicklungsstrategien entwickeln. Mit Hilfe einer Agentur soll für die Niedere Börde und Barleben am Ende ein gemeinsames Konzept entstehen.