Wolmirstedt l Die orangefarbenen Bälle fliegen nur so in die Basketballkörbe. Trotz der Hitze widmen sich 105 Mädchen und Jungen in der Sporthalle des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums den besten Tipps und Tricks dieses Sports. Die Kniffe werden ihnen von sechs amerikanischen College-Schülern gezeigt, die eigens dafür nach Wolmirstedt gekommen sind. Zum 23. Mal laden die Wolmirstedter Baskets zu so einem Camp ein.

„Ich freue mich auf die Power und auf die Trainingseinheiten“, sagt Niels Klatt zu Beginn. Der 15-Jährige erlebt das News-Release-Basketballcamp bereits zum fünften Mal und schätzt vor allem das Miteinander, den Zusammenhalt aller Campteilnehmer, egal, wie alt sie sind. Die sieben- bis 17-Jährigen absolvieren das Training in derselben Spotzhalle, bei den campinternen Turnieren spielen Große und Kleine in einer Mannschaft zusammen.

Dieses Gemeinschaftsgefühl gefällt auch Rika Zepernick. Die 14-jährige ist aus Seehausen bei Stendal angereist. Wie Niels spielt auch sie schon seit vielen Jahren Basketball im Verein und bereitet sich im Wolmirstedter Camp auch auf die kommende Saison vor. „Es ist schön, auch einmal mit anderen als den eigenen Teamkollegen zusammenzuspielen.“

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Großteil aus Sachsen-Anhalt

Die Camp-Teilnehmer kommen vorwiegend aus Sachsen-Anhalt, aber auch aus benachbarten Bundesländern und Hessen. Die weiteste Anreise hat jedoch das amerikanische College-Team hinter sich. Zay aus Origon, Tyseen aus New York und die anderen Basketballer, die ihr Wissen an den Nachwuchs weitergeben, zahlen die Reise nach Übersee selbst und vermitteln hier neben den sportlichen Kenntnissen auch den christlichen Glauben. Mittags ist Bibelstunde angesagt, sehr unterhaltsam und mit persönlichen Geschichten um das Mutmachen angereichert, vor allem aber freiwillig. Viele Mädchen und Jungen lassen sich gern darauf ein.

Das Camp wird von den Wolmirstedter Baskets organisiert. Vereinsvorsitzender Karsten Stier kann sich dabei auf viele Helfer verlassen. Eng an seiner Seite arbeiten Marcel Albrecht und Pascal Misch. Aber auch viele Jugendliche, die im Verein spielen oder gespielt haben, agieren als Betreuer. Leonard Morawitz zählt dazu. Der Pharmaziestudent muss zwar demnächst eine Prüfung absolvieren, seinem Heimatverein, den Wolmirstedter Baskets, steht er derzeit trotzdem zur Seite.

Die Versorgung übernimmt der Förderverein. Die Männer und Frauen setzen dabei auch auf die Unterstützung der Eltern oder anderer Freiwilliger. Kuchen und Salate sind gerne gesehen, das Training macht die Jugendlichen unglaublich hungrig.

Und die Hitze, wie überstehen die Mädels und Jungs das Training bei Außentemperaturen von 34 Grad und mehr? „Das geht schon“, winkt Niels Klatt ab. „Wir bieten mehr Trinkpausen“, sagt Karsten Stier. Außerdem steht jeden Nachmittag ein Besuch im benachbarten Schwimmbad an.