Kommunalpolitiker aus Wolmirstedt und weiteren Orten diskutieren mit Umweltminister Aeikens

CDU-Ortsgruppen reden über Flutschutz

Von Vivian Hömke

Vertreter der CDU-Ortsgruppen aus Wolmirstedt, Loitsche-Heinrichsberg, Ebendorf und Colbitz haben sich zu einer politischen Informations- und Diskussionsrunde mit Umweltminister Hermann Onko Aeikens getroffen. Im Fokus stand der Hochwasserschutz.

Wolmirstedt l Eine dreistellige Millionensumme aus einem Ausbauhilfefonds stehe für den Bau beziehungsweise für die Sanierung von Deichen in Sachsen-Anhalt insgesamt zur Verfügung. Darüber informierte Hermann Onko Aeikens, Sachsen-Anhalts Minister für Landwirtschaft und Umwelt, während eines Treffens von Vertretern der CDU-Ortsgruppen aus der Region. Kommunalpolitiker aus Loitsche-Heinrichsberg, Ebendorf, Colbitz und Wolmirstedt nahmen an der Diskussionsrunde am Dienstagabend in der Ohrestadt teil.

Neben Fördersummen informierte Hermann Onko Aeikens auch unter anderem darüber, dass der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) derzeit mit Hochdruck an der Bestandsaufnahme der durch das Hochwasser im Juni entstandenen Schäden an den Hochwasserschutzanlagen arbeite. Ab diesem Monat finden Vor-Ort-Besichtigungen statt. Anschließend soll ein Konzept erstellt werden, was, wo, wann gebaut oder saniert werden soll. "Es gibt die Überlegung, mehr Polder- beziehungsweise Retentionsflächen zu schaffen", sagte der Minister. Auf solche Überflutungsflächen kann Hochwasser bei Bedarf abgeleitet werden.

Zudem sei die Erreichbarkeit von Deichen ein großes Problem. Deichverteidigungswege seien deshalb ein elementarer Punkt. In der hiesigen Region seien sowohl Schutzmaßnahmen an den Elb- sowie Ohredeichen geplant. Nach Aeikens Rede hatten die Gäste die Gelegenheit, ihren Standpunkt zum Thema Hochwasserschutz darzulegen und Fragen zu stellen. Während Bettina Seidewitz, Bürgermeisterin von Loitsche-Heinrichsberg, beispielsweise beklagte, dass seit der Schadensaufnahme im Juli noch immer nichts passiert sei und einige Betroffene noch immer ohne Heizung leben müssten, sprach sich Wolmirstedts Bürgermeister Martin Stichnoth für verlässliche Zahlen hinsichtlich der Deichsanierungen aus. "Die Leute verfallen in eine operative Hektik. Wir müssen glaubhaft vermitteln, dass etwas passiert", sagte er.

Hermann Onko Aeikens notierte sich alle Fragen und Anregungen der Diskussionsteilnehmer und versprach, den Themen nachzugehen.