Barleben l Somit können sich 27 Millionen Menschen in Deutschland je sechs Gratismasken von den Apotheken abholen und das gleich zwei Mal innerhalb von vier Monaten, so auch in Barleben. Apotheker Ulrich Korn betreibt zwei Apotheken in Barleben. Den beiden Verteilunsgzeiträumen für FFP2-Masken in diesem Jahr sieht er gelassen entgegen. „Wir haben uns entsprechend auf die Nachfrage vorbereitet und entsprechende Mengen auf Lager“, sagt er. Durch die weiter gefassten Zeiträume erwartet er, dass es nicht wieder zu den „Chaostagen“, wie im zurückliegenden Dezember kommt.

Keine Zuzahlung in Barleben

Da gab es einen nie gesehen Ansturm auf die Apotheken in der Region. Das war auch in Barleben so. „Die ganze Sache war nicht gut geplant“, schätzt Korn ein. „Wir haben erst im Laufe des 9. Dezembers erfahren, dass es sechs Tage später schon mit der Verteilung losgehen sollte.“ Da stand die Frage der Bevorratung und des Ablaufes ganz plötzlich im Raum. Gelöst wurde das in Barleben mit einer gesonderten Kasse, der Andrang war enorm.

Zu dem Zeitpunkt genügte es, wenn Patienten ihren Ausweis vorzeigten und versicherten, dass sie woanders noch keine entsprechenden Masken erhalten hätten. „Wie es sich tatsächlich verhielt, war für niemanden nachzuvollziehen“, erinnert sich der Apotheker. „Dennoch haben sich die Kunden diszipliniert verhalten“, schätzt er ein.

Erste Verteilaktion zu überhastet umgesetzt

Warum es aber mit einem Mal zu so einer so überhasteten Aktion kommen musste, kann er nicht beantworten. „Es war doch klar, dass es ein Gedränge geben würde und so etwas wollten wir doch eigentlich alle verhindern“, betont er. „Man hätte das alles im Zeitrahmen weiter strecken können und vor allen Dingen wäre ein zeitigerer Beginn möglich gewesen.“ Dieses Mal läuft die Sache entspannter ab, denn die Patienten bekommen Gutscheine von ihren Krankenkassen zugeschickt. Fälschungssicher sollen diese noch dazu sein. Wie die Coupons wirklich aussehen, wissen Apotheker wie Ulrich Korn im Vorfeld noch nicht. „Ich bin da selber ganz gespannt drauf“, sagt er.

Die Kunden können jedenfalls derzeit noch bis zum 28. Februar in der ersten Runde sechs Masken abholen, müssen im Normalfall zwei Euro dazu zahlen. Das gilt nicht in Barleben. „Wir haben ohnehin viele Patienten, die von der Zuzahlung befreit sind“, verrät der Apotheker. „Im Sinne der Gleichbehandlung bezahlt daher bei uns niemand etwas dazu.“

Wegen Coupons bei Kassen nachfragen

Der zweite Zeitraum läuft vom 16. Februar bis zum 15. April. Extra-Kassen wird es dieses Mal nicht geben. „Insgesamt haben die betroffenen Kunden dann 15 Masken bekommen“, sagt Ulrich Korn. „Die Sache an sich ist eine gute Aktion, die ich persönlich begrüße.“ Es mache Sinn, Risikogruppen zu schützen. Von einer vielfachen Wiederverwendung der erhaltenen Masken rät er jedoch ab. „Nach einer Woche Tragedauer sollten sie weggeworfen werden. Im Idealfall nicht unbedingt auf die Straße“, merkt er an. Wer die entsprechenden Coupons noch nicht erhalten hat, solle bei seiner Krankenkasse nachfragen.

„Die Maskenverteilung und die anstehenden Impfungen sind Bausteine auf dem Weg hin zu einer Normalität“, sagt Ulrich Korn. „Wir haben auch schon Anfragen von Kunden bekommen, wann es denn in den Impfzentren endlich losgeht. Die Menschen wollen weg von der drohenden Vereinsamung und wieder hin zur Normalität.“