Groß Ammensleben l Die acht Spielplätze in den Orten der Gemeinde Niedere Börde haben es in sich. Schon allein die Durchsetzung des vom Land gemachten Zutrittsverbots hat für die Verwaltung einen Riesenaufwand bedeutet. So konnten nicht einfach nur rot-weiße Flatterbänder angebracht werden, weil oft ein entsprechender Haltepunkt dafür gefehlt hat. Die Lösung haben die Verantwortlichen in Bauzaunfeldern gefunden. „Nur so konnten wir wirksam die Vorgaben umsetzen“, erklärt Ina Stimpel, Fachdienstleiterin für Gemeindeentwicklung.

Es sei schon ein erheblicher Aufwand gewesen, den die Mitarbeiter des Bauhofs auch in den Ortschaften zu leisten hatten. Die acht Spielplätze in Gutenswegen, Klein Ammensleben, Gersdorf und Dahlenwarsleben, Samswegen, Groß Ammensleben, Vahldorf, sowie Meseberg mussten gesichert werden. Jetzt sind sie nach den neuen Vorgaben vom Landkreis Börde wieder zugänglich gemacht worden.

Großer Aufwand

Das bedeutete aber noch einmal einen großen Aufwand, wobei einige Zaunfelder direkt am jeweiligen Ort verbleiben, denn sie dienen nun als Anbringungsplatz für die neuen Richtlinien, die an jedem Spielplatz sichtbar ausgehängt werden müssen. „Die Bauhofmitarbeiter haben hier teilweise beräumt und sind schon mit neuen Aufgaben in der Gemeinde unterwegs“, erklärt die Fachdienstleiterin. „Dazu zählt natürlich auch der Rasenschnitt.“ Und da hat die Verwaltung große Flächen, die bedient werden müssen.

„Es ist schier nicht möglich, an allen Orten zugleich tätig zu werden“, sagte Ina Stimpel. „Wir können uns hier nur nach und nach und mit System vorarbeiten.“ Damit spielt sie auf die Situation auf und neben einigen Spielplätzen an. Die Rasenflächen stehen durch die jüngsten Regengüsse im besten Grün und die Halme sind gut nachgewachsen.

Gut zu beobachten war dies auf dem Groß Ammensleber Spielplatz bis zum gestrigen Tag. Hier hatte das Gras eine Höhe erreicht, die Kindern doch etliche Mühe bereitet, überhaupt an die Spielgeräte heranzukommen. Das war einigen Anwohnern aufgefallen, die den Zustand gegenüber der Volksstimme bemängelt haben und nun auf Maßnahmen durch die Verwaltung hofften.

Sitzfläche fehlt

So sah ein Groß Ammensleber die Lage als „ein Armutszeugnis für den Ort“, der ja immerhin der Sitz der Verwaltung der Gemeinde Niedere Börde ist. Er verwies zudem auf ein nicht nutzbares sogenanntes Federtier, bei dem die Sitzfläche fehlt.

„Wir haben das im Blick und wollen den Zustand natürlich zum Positiven verändern“, sagte Ina Stimpel. „Die Bürger müssen aber auch ein gewisses Verständnis für die Verwaltung aufbringen.“ So seien mit der Corona-Krise auch weitere Probleme aufgekommen. „Es sind Mitarbeiter ausgefallen durch Krankheit, zudem musste in einigen Fällen die Kinderbetreuung geregelt werden. Wir hatten und haben es alle nicht einfach“, erläuterte Ina Stimpel. Eine vollumfängliche Rundumversorgung, speziell bei den Rasenpflegearbeiten, sei in der augenblicklichen Situation einfach nicht möglich, betonte sie noch einmal.

Dennoch, die Verwaltung hat dem Versprechen sofort Taten folgen lassen. So mähten Mitarbeiter des Bauhofes das Gelände in Groß Ammensleben noch am gestrigen Tag. Der bewusste Anwohner zeigte sich daraufhin sehr erfreut von der schnellen Reaktion der Gemeinde.

„Anwohner und Eltern sollten sich bitte in den anderen Orten etwas gedulden“, sagte Ina Stimpel „Wichtig ist es außerdem, darauf achten, dass die neu ausgehängten Regeln beachtet werden.“ Schließlich sei die Gemeinde auch dazu angehalten, dies zu kontrollieren. Angesichts des Wetters sei jetzt nicht unbedingt ein Ansturm auf die Plätze zu erwarten.