Wolmirstedt l In Wolmirstedt stehen mittlerweile wieder Schlangen vor den Geschäften oder Einrichtungen. Das liegt nicht daran, dass so viele Kunden einkaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen wollen, sondern an den Abständen, die eingehalten werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Sowohl vor den Apotheken, also auch vor dem Drogeriemarkt oder an den Wochenmarktständen bleiben Kunden in etwa anderthalb Meter Abstand voreinander stehen. Die Geschäfte achten darauf, dass sich nur eine bestimmte Anzahl Kunden gleichzeitig im Raum befindet. Auch die Sparkasse lässt nur wenige Menschen gleichzeitig hinein, die anderen reihen sich vor dem Gebäude aneinander und warten, bis sie dran sind.

Im E-Center stehen nur noch 130 Einkaufswagen zur Verfügung, sodass sich nur maximal 260 Menschen im Markt bewegen. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tragen einen Mundschutz.

Noch immer gibt es in vielen Märkten kein Toilettenpapier, auch Mehl bleibt Mangelware. Dabei wurden jüngst sogar schon Großpackungen verkauft. Auch Seife steht bei Kunden hoch im Kurs. Nudeln werden hingegen schon wieder gesichtet. Warum gibt es diese Klopapier-Knappheit?

E-Center-Chef Frank Jeschke vergleicht das mit der Bückware in DDR-Zeiten. Da habe auch jeder das gekauft, was gerade da war, weil niemand wusste, wann es die Ware wieder gibt. Derlei Warenknappheit gibt es seit der Wende kaum noch. Inzwischen sei es aber schwierig, Toilettenpapier nachzuordern.