Wolmirstedt l Nachem im Seniorenpark Wolmirstedt erste Corona-Fälle festgestellt wurde, wächst die Furcht vor weiteren Infektionen.

Fünf Impfteams im Landkreis unterwegs

Im gesamten Landkreis Börde agieren mittlerweile fünf mobile Impfteams, 760 Impfdosen sind verabreicht. Wann ein Impfteam in den Wolmirstedter Einrichtungen eintrifft, ist noch unklar. Doch die Zeit drängt. Im Wolmirstedter Seniorenwohnpark gibt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bereits positive Testergebnisse. Von 131 Bewohnern wurden 17 Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet, von den 107 Mitarbeitern bekamen fünf ein positives Testergebnis. Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gibt es nicht.

Bisher ist der Seniorenwohnpark glimpflich durch die Corona-Krise gekommen, die Schutzmaßnahmen haben funktioniert. Doch inzwischen steigen die Infektionen landesweit. Häufige Besuche von Angehörigen über die Weihnachtsfeiertage sieht Sprecher Uwe Wolff deshalb als Ursache für die Infektionen an, räumt jedoch ein: „So ein Haus lässt sich nicht abschotten.“ Neben Mitarbeitern und Besuchern müssen auch Dienstleister und Lieferanten Zutritt haben.

Hygieneregime wird noch straffer geführt

Trotzdem galt schon vor Weihnachten: Besucher mussten sich vor dem Kontakt mit ihren Angehörigen auf Corona testen lassen. „Nun wird das Hygieneregime noch straffer geführt“, sagt Uwe Wolff, „es gibt noch mehr Einschränkungen.“ Außerdem komme es nun darauf an, die infizierten von den nichtinfizierten Bewohnern zu trennen.

Der Seniorenwohnpark gehört zur MK-Kliniken-AG, das Haus in der Julius-Bremer-Straße beherbergt vor allem hochbetagte Menschen. Die älteste Bewohnerin ist 100 Jahre alt. Viele benötigen eine intensive Pflege und gehören somit ohnehin zu denjenigen, die als erste geimpft werden können. Auf dieser Impfung basiert die Hoffnung im Seniorenwohnpark. „Wir hoffen, dass bald möglichst viele Bewohner und Mitarbeiter durchgeimpft sind, vor allem die Schwächsten geschützt sind“, sagt Uwe Wolff.

DRK-Tagespflege bietet Notbetreuung an

Senioren leben auch auf der anderen Straßenseite der Julius-Bremer-Straße. Dort betreibt das Deutsche Rote Kreuz ein Wohnquartier, daneben eine Tagespflege.

Im Wohnquartier leben Menschen autark in eigenen Wohnungen. In der Tagespflege hingegen werden Senioren tagsüber betreut, unter anderem, damit Angehörige entlastet werden. Doch derzeit geht das DRK auf Nummer sicher. „Wir bieten in der Tagespflge derzeit eine Notbetreuung an“, sagt DRK-Geschäftsführer Ralf Kürbis. Es kommen nur Senioren, die zu Hause nicht bereut werden können.

Doch auch diejenigen, die zu Hause bleiben, werden nicht allein gelassen. „Für all unsere Patienten wird die Versorgung sichergestellt.“ Die Mitarbeiter der Tagespflege versorgen die Patienten stattdessen im häuslichen Bereich. Auch für diese Aufgabe werden sie regelmäßig auf Corona getestet.