Barleben l Die Halle des Innovations- und Gründungszentrums Barleben war gestern voller Motoren, und trotzdem ging es dort sehr leise zu. Denn zum „Tag der E-Mobilität“ drehte sich alles um Alternativen zu Diesel und Benzin, es wurden jedoch auch viele neue Techniken vorgestellt, die noch gar nicht in Betrieb sind.

So stellte zum Beispiel ein Team des Fachbereichs Maschinenbau der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg einen Motoraufsatz für Hybrid-Wagen vor, der es ermöglicht, einen Wagen sowohl mit Diesel-, als auch mit einem Elektro-Motor zu fahren. Dies sei vorallem für Kurzstrecken sinnvoll, die sich für den Diesel nicht gut eignen. „Das Produkt ist allerdings noch im Entwicklungsstatus,“ so Stefan Lüdecke, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Maschinenbau an der Universität. Wie viele andere Dienstleister für Elektromotoren und Brennstoffzellen, die bei der Fachmesse zu Gast waren, hofft er darauf, das Produkt auf den Markt zu bekommen.

„Wir verstehen uns als wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“, sagt Stefan Schünemann vom Institut für Kompetenz in AutoMobilität, das den Tag mit dem Innovations- und Gründungszentrum Magdeburg zusammen veranstaltet hat. Er sei glücklich darüber, das insgesamt 125 Firmen und Institutionen, darunter neben der Otto-Von-Guericke Universität das Fraunhofer Institut und das Automobilcluster Ostdeutschland, einem Netzwerk von Zulieferern, Herstellern und Forschungsinstituten, in diesem Jahr teilgenommen haben.

„Es ist ein Zeichen, dass der Zusammenhalt nicht an der Ländergrenze endet“, so Schünemann. Letztendlich, so meint er, helfe das auch den Menschen vor Ort: „Es geht schließlich auch um Transportwege, und das betrifft jeden.“ Es hätten sich seinen Angaben nach im Laufe des Tages auch einige interessierte Barleber neugierig in die Halle begeben. Insgesamt, so Schünemann, sei die Messe jedoch eher auf ein Fachpublikum zugeschnitten gewesen, dass sich vor dem Rundgang durch die Halle Vorträge anhörte.