Radverkehr

Ebendorfer wünschen sich sicheren Radweg nach Barleben

Zwischen Ebendorf und Barleben soll ein Radweg entstehen. Vor allem Ebendorfs Ortsbürgermeister setzt sich dafür ein. Nun gab es einen Termin mit der Landesstraßenbaubehörde.

Von Tom Wunderlich 12.07.2021, 21:27
Gespräch in der Landesstraßenbaubehörde in Magdeburg. Hier ließen sich die Ebendorfer   um Ortsbürgermeister Mahfred Behrens auf den aktuellen Stand der Dinge bringen.
Gespräch in der Landesstraßenbaubehörde in Magdeburg. Hier ließen sich die Ebendorfer um Ortsbürgermeister Mahfred Behrens auf den aktuellen Stand der Dinge bringen. Foto: Büro Manfred Behrens

Ebendorf - Wer von Ebendorf nach Barleben mit dem Fahrrad fahren will, der ist prinzipiell gefährlich unterwegs, denn die Landstraße 48 zwischen den beiden Orten ist stark befahren. Zwar gibt es entlang der L48 einen Radweg, dieser endet jedoch an der Kreuzung Magdeburger Straße und führt dann weiter in Richtung Landeshauptstadt. In Richtung Barleben sieht es hier schon wesentlich düsterer aus. Radfahrer müssen gezwungenermaßen auf die asphaltierte Landstraße ausweichen.

Schon seit vielen Jahren wünschen sich die Ebendorfer deshalb eine Radwegverbindung entlang der gesamten Landesstraße 48. Rund einen Kilometer gilt es zwischen Magdeburger Straße und Otto-von-Guericke-Allee zu überbrücken.

Bereits 2007 hatte es entsprechende Vorgespräche zwischen dem damaligen Barleber Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff und dem ehemaligen Verkehrsminister Karl-Heinz-Daehre gegeben.

Nun machen die Ebendorfer wieder Druck in dieser Angelegenheit und wollen das Projekt voranbringen. Dafür traf sich nun Ebendorfs Bürgermeister Manfred Behrens in Begleitung von Heinz Reckler vom Kultur- und Geschichtsverein Ebendorf mit Andreas Boehle von der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Zusammen mit seinem Kollegen Stephan Nesnau stellte er dabei die Projektidee vor und wie die aktuellen Schritte dafür ausschauen würden.

„Nachdem die Gemeinde bereits signalisiert hat, dass sie einen straßenbegleitenden Radweg favorisieren würde, geht es nun darum, die Grundstückseigentümer zu kontaktieren, welche an der L48 anliegen“, erklärt der Ortsbürgermeister. Dieser Schritt sei auf dem Weg zu einer Planung von großer Bedeutung. Nach erfolgter Rückmeldung soll eine erneute Abstimmung über das weitere Vorgehen mit der Landesstraßenbaubehörde stattfinden.

Nach Angaben von Behrens sei der neue Radweg zwischen Barleben und Ebendorf für ihn ein Herzensprojekt. „Der straßenbegleitende Radweg würde nicht nur unsere Infrastruktur stärken“, sondern auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen sagte er. Und weiter: „Gerade Fahrradfahrer, aber auch Wanderer dürften von einem von der Straße getrennten Weg profitieren.“ Gerade für Kinder und Jugendliche, welche oftmals zu ihren Freunden nur per Rad kommen, sei das eine enorme Steigerung der Verkehrssicherheit. Die aktuelle Verkehrsbelastung würde das einfach erfordern. Auch der Technologiepark Ostfalen profitiere von der neuen Radverbindung. Dieser sei bisher nur aus Richtung Barleben sicher mit dem Fahrrad zu erreichen.

Mit dem Radweg könne das Gewerbegebiet dann auch aus Ebendorf und dem Nordwesten Magdeburgs sicher angefahren werden. Mit der Ansiedlung neuer Firmen, kämen auch mehr Arbeiter mit dem Rad.