Deutsch-Französischer Tag an der Internationalen Grundschule Barleben

Es gibt zuerst Croissants, bevor dann zweisprachig gefeiert wird

Von Karl-Heinz Klappoth

Gestern wurde bundesweit der Deutsch-Französische Tag gefeiert. Er erinnert an die Ratifizierung des Elysée-Vertrages, die am 22. Januar 1963 erfolgt ist. An der Internationalen Grundschule wurde deshalb gestern bewusst zweisprachig gefeiert.

Barleben l Französisch wird an der Internationalen Grundschule "Pierre Trudeau", das verrät bereits der Name, von der ersten Klasse an gesprochen. Gestern Vormittag wurde sogar an der Einrichtung aus gutem Grund französisch gesungen, getanzt und gelacht. Und das hört sich bei den Schülern bereits gekonnt an.

Das muss nicht verwundern: Sind es in der ersten Klasse sechs, so erhöht sich die Zahl in den Klassen zwei bis vier auf acht Unterrichtsstunden Französisch pro Woche. Insgesamt sind es 289 Mädchen und Jungen, die in 12 Klassen in Französisch unterrichtet werden. Und das von Muttersprachlerinnen, deren Heimat Frankreich ist. Und jeder Lehrer - ob nun Adeline Flemming, Laure Wojtczyk, Christel Vatel oder Yves Le Mao - bringt auch ein kleines Stück der Kultur seines Geburtslandes mit ein. Was letztlich auch gestern in den Deutsch-Französischen Tag gipfelte.

"Das Fest kann aber nur gelingen", so betonte Schulleiterin Anke Strehlow, "wenn jeder die gemeinsame Geschichte beider Länder kennt." So gab es zum Deutsch-Französischen Tag im Jubiläumsjahr an der Grundschule zunächst Geschichtsunterricht, wurden Fantasiegeschichten zu Papier gebracht, Aufgaben gelöst... So vertieften die Mädchen und Jungen spielerisch ihr Wissen, dass seit nunmehr 50 Jahren Frankreich und Deutschland eine einzigartige Beziehung verbindet. Wie Schulleiterin Strehlow hervorhob, spiegelte sich dies außerdem in den kleinen, tagtäglichen Dingen in der Schule wider.

Gestern waren es exakt 19 Stationen, die von den Schülern in den Vormittagsstunden angelaufen wurden. Bevor aber an diesem Vormittag gebastelt, hinterfragt und ausgelassen getanzt wurde, frühstückten alle gemeinsam. Und nicht zufällig gab es Croissants. An der Internationalen Grundschule in Barleben, darauf legte die Schulleiterin großen Wert, passiert an Tagen wie diesem, nichts ohne die Mithilfe der Eltern. Ein Beispiel: Familie Düsedau aus Lindhorst besorgte fürs Frühstück die Croissants, die die Schule finanzierte.