Meseberg l Spektakuläre Tierrettung am Montagnachmittag im Landkreis Börde: In Meseberg (Gemeinde Niedere Börde) war aufgrund der starken Temperaturschwankung ein See an der Plankener Straße gekippt. Rund 400 Fische verendeten aufgrund der plötzlichen Sauerstoffknappheit in dem Gewässer. Angler die dies bemerkten rückten sofort mit Pumpen an um die restlichen Fische zu retten. Doch deren Leistung reichte nicht aus. „Wir haben parallel dazu die zuständigen Behörden, wie zum Beispiel das Umweltamt informiert“, erklärte Mike Poese vom zuständigen Anglerverein Meseberg. Er ist Mitglied des Vorstands. „Diese haben dann auch letztendlich die Feuerwehr alarmiert. Dafür sind wir wirklich sehr dankbar.“

Um rund zwei Meter habe sich der Wasserpegel in dem See wegen der Dürre verringert, ergänzte der Wehrleiter der Feuerwehr Samswegen, Mathias Wolff. „Wir haben bis in die späten Abendstunden insgesamt vier Pumpen parallel laufen lassen.“ Etwa 6000 Liter Wasser pro Minute habe man somit aus dem See gesaugt und wieder zurück geführt. „Durch diese Umwälzung des Wassers konnten wir erreichen, dass diesem Sauerstoff zugeführt wird.“

Ungewiss sei derzeit noch, wie viele Fische man dadurch habe retten können. Für die Feuerwehr sei das kein ungewöhnlicher Einsatz. „Wir üben regelmäßig das Entnehmen von Wasser aus öffentlichen Gewässern. Somit konnten wir schnell reagieren und hoffentlich viele Fische retten.“ Mike Poese erklärt weiter: „Wir können richtig beobachten, wie die noch lebenden Fische zu den Wasserfontänen hin schwimmen. Das ist eine deutliche Verbesserung zu den letzten Stunden.“

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Man sei wirklich froh über jede helfende Hand. Neben den zahlreichen Anglern kamen 24 Einsatzkräfte der Feuerwehren Meseberg und Samswegen zum Einsatz.