Niederndodeleben l „Still ruht der See“ heißt es noch immer im Niederndodeleber Freibad. Zumindest optisch gesehen, denn im Hintergrund tut sich rund um die Genossenschaft doch eine ganze Menge, wie auch der Vorsitzende des Niederndodeleber Schwimmbadvereins, Florian Pötzsch, bestätigt.

Demnach soll die Gründung der Genossenschaft in diesem Jahr vollzogen werden. Vom ursprünglich mal für Januar dieses Jahres ins Auge gefassten Termins für die Gründung wurde allerdings abgerückt, da der Gemeinderat der Hohen Börde noch prüfen lassen möchte, ob er den Betrieb des Freibades im Rahmen eines Pachtvertrages an eine Genossenschaft übertragen sollte. Klären soll in diesem Zuge eine über das EU-Programm Leader geförderte Machbarkeitsstudie, welche Bewirtschaftungsstrukturen für ein öffentliches Freibad günstig sind. Diese hat die Gemeindeverwaltung in Auftrag gegeben.

Trotzdem kann sich die Bilanz des bisher Erreichten sehen lassen. Bisher haben 250 „zukünftige“ Genossen ihre Unterstützung signalisiert. Auch im Dezember haben künftige „Genossen“ und Mitglieder des Schwimmbadvereins noch einmal verschiedene Veranstaltungen im Ort genutzt, um auf das Anliegen aufmerksam zu machen und neue Unterstützer für die künftige Genossenschaft zu werben. Mitglied kann werden, wer zumindest einen Anteil im Wert von 100 Euro erwirbt.

Täglich neue Anmeldungen

Florian Pötzsch kann inzwischen fast täglich von neuen Anmeldungen sprechen. „Das ist großartig und zeigt, wie wichtig uns allen das Schwimmbad ist“, heißt es auch in einem Beitrag auf der Facebookseite des Schwimmbades Niederndodeleben. Gesucht werden auch weiterhin Menschen, die interessiert sind, sich aktiv in Vorstand oder Aufsichtsrat einzubringen. Ein Interessentenkreis bereitet bereits die Gründung vor.

Bei der Genossenschaft soll aber nicht nur das Geld – in Form der Anteile – das Entscheidende sein, sondern auch die aktive Arbeit. Deshalb ist es für die Initiatoren der Genossenschaft nach wie vor das Ziel, einen großen Pool mit Aktiven zu haben, die sich sowohl organisierende und geschäftsführende Aufgaben als auch Arbeiten wie Rasenmähen oder Kassieren teilen.

Florian Pötzsch und seine Mitstreiter hoffen derweil auch noch immer, dass die Baumaschinen für die Sanierung des Schwimmbeckens und der Nebenanlagen in diesem Jahr anrücken. Nach Aussage des Bauamtes der Gemeinde Hohe Börde steht dort nach der einstigen Fördermittelzusage seitens des Bundesbauamtes immer noch der endgültige Fördermittelbescheid aus. Von diesem werden weitere Schritte abhängig sein.

Dennoch hat die konkrete Planungsphase für die Freibadsanierung bereits begonnen, die Planungsbüros sind beauftragt. Nach vorsichtiger Einschätzung sollte bei einem weiteren reibungslosen Ablauf ein Fertigstellungstermin im August 2021 möglich sein.