Irxleben l Mit der konstituierenden Sitzung ist der Gemeinderat am Donnerstagabend in seine neue Legislaturperiode gestartet. Bevor aber das „politische Geschäft“ richtig losging, kamen fast alle Gemeinderäte in der Irxleber Eustachiuskirche zunächst zu einem Gottesdienst zusammen. Pfarrer Martin Zander empfand die Idee der Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel als guten Anlass, gemeinsam nochmal Ruhe zu finden und „Gott um Beistand zu bitten“, auch für alle Entscheidungen, die die Gemeinderäte künftig zu treffen haben. Passend dazu hatte er den Gottesdienst mit einem Wort des Propheten Jeremia überschrieben: „Suchet der Stadt Bestes!“

Genau das wünschte sich auch Steffi Trittel, als sie die Gemeinderatssitzung eröffnete. Viele Aufgaben würden vor den Räten liegen, erklärte sie. „Bündeln wir vielfältige Talente, Fähigkeiten und Talente“, forderte sie auf und wünschte sich für die nächsten fünf Jahre weise Entscheidungen.

Doch bevor es konkret um die Sache gehen kann, mussten personelle Fragen geklärt und die Köpfe bestimmt werden. So stand zunächst erst einmal die Frage, ob einer der Räte – nämlich Heinz Ehrecke – überhaupt im Rat mitarbeiten und entscheiden darf. In einer Wahlausschusssitzung hatte ein Bürger vorgetragen, dass aufgrund seiner Beschäftigung als leitender Angestellter beim Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverband (WWAZ) ein Hinderungsgrund vorliegen könnte. In der – von der von der AfD-Fraktion beantragten namentlichen – Abstimmung, sahen alle anwesenden 25 Gemeinderäte den Hinderungsgrund nicht gegeben.

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In einer geheimen Abstimmung wurde anschließend über den Vorsitzenden des Gemeinderates und seiner zwei Stellvertreter abgestimmt. Auf Vorschlag seiner Fraktion Pro Hohe Börde ging Dr. Michael Richter gegen René Stürmer (FWG), der von der CDU-Fraktion vorgeschlagen wurde, ins Rennen. Mit einem Ergebnis von 16 zu 11 Stimmen hatte René Stürmer die Nase vorn und steht künftig dem Rat vor.

Dr. Michael Richter ging ein zweites Mal bei der Wahl des 1. Stellvertreters auf Stimmenfang, diesmal gegen den von der FWG/ Die Linke-Fraktion vorgeschlagenen Jürgen Kebernik (CDU). Mit 15 zu 12 Stimmen wurde Jürgen Kebernik für diese Funktion gewählt. Den beiden zur Seite wird künftig Kerstin Frenzel als 2. Stellvertreterin stehen, die von ihrer AfD-Fraktion als einzige Kandidatin für diese Funktion vorgeschlagen wurde. Sie erhielt in der Abstimmung 18 Ja- und 7 Nein-Stimmen bei 2 Enthaltungen.