Ebendorf l Sie tragen so ausgefallene Namen wie Japanische Trüffel, Grüne Zebra, Schwarzer Prinz, Ponderosa, Old Germany oder Beymers Erntesegen. Sie sind rot, gelb, grün, orange, braun, weiß, gestreift, gepunktet, flaschen- oder kürbisförmig. Neben Exoten gedeihen im Freiland und in den beiden Gewächshäusern von Heike Reps in Ebendorf aber auch die guten alten DDR-Sorten wie Harzfeuer.

„Wir sind das erste Mal hier und staunen über die Vielfalt und Professionalität des Anbaus. Bei der Verkostung haben wir festgestellt, dass nicht jede Sorte wirklich nach Tomate schmeckt. Manche sehen nur toll aus“, sagt Rüdiger Hinz, der mit seiner Frau Birgit aus Gutenswegen gekommen war. In ihrem Garten gedeihen ebenfalls Tomaten und im nächsten Jahr wollen sie mit Pflanzen oder Samen aus Ebendorf weitere Sorten anbauen. „Schön, dass man hier dafür auch Ratschläge bekommt.“

So wie die anderen Besucher pflückten sie sich nach der Verkostung ihre Lieblingssorten in den Gewächshäusern selbst ab. Auch Kaj Klaas aus Dahlenwarsleben hat mehrere Tüten gefüllt, eine bekommt der Opa ab. Der hat „Harzfeuer“ bestellt. „Das ist hier wie ein kleines Tomatenabenteuer“, meint der Dahlenwarsleber.

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120 Besucher

Mit vielen der über 120 Besucher aus Ebendorf und den umliegenden Orten, Magdeburg, Wolmirstedt oder Aschersleben kam die Hobbygärtnerin gern ins Gespräch, gab Hinweise zur Züchtung, richtigen Düngung oder auch Verarbeitung zu Ketschup, Marmelade, Suppe... Wichtig sei für eine gute Ernte, so betonte sie, sparsam zu gießen und in die Erde Pferdemist zu geben. Düngen nicht mit Stickstoff- sondern P+K-Dünger.

Tomaten sind seit Kindesbeinen die große Leidenschaft von Heike Reps, seit 20 Jahren betreibt sie den Anbau professionell und seit 2012 veranstaltet sie einmal im Jahr die Ausstellung mit Verkostung und Verkauf. Tatkräftig unterstützt wird sie dabei von ihren Söhnen Christian und Matthias. Deren Lieblingssorte ist übrigens eine große Fleischtomate mit Namen „Goldmedal“.

Viele ihrer Tomatensorten hat Heike Reps nach und nach aus aller Herren Länder geordert, außerdem tauscht sie über das Internet mit vielen anderen Tomatenzüchtern Erfahrungen aus. Möglicherweise wachsen künftig noch mehr Sorten auf dem großen Anwesen. Zwei Besucher haben ihr neues Saatgut aus Island und Mexiko mitgebracht.