Farsleben/Mose l In Zeiten des zweiten Corona-Lockdowns im Land bekommt das moderne Internet immer mehr Gewicht, wenn es um Homeoffice geht. In Farsleben kann inzwischen jeder Bürger zumindest auf Angebote mit Vectoring-Verfahren zurückgreifen. Dabei kommen immerhin bis zu 50 Mbit beim Nutzer an. Erst in diesem Jahr ist der Ort von der Firma MDDSL erschlossen worden.

Es gibt aber noch viele Fragen, die offen geblieben sind. „Bei der feierlichen Inbetriebnahme im Januar dieses Jahres ist uns von der Firma versichert worden, dass Breitband-Hausanschlüsse möglich sind“, brachte Mike Steffens (KWG Börde) bei der zurückliegenden Ortschaftsratssitzung vor. „Das soll zum Beispiel die Hauptstraße betreffen – und zwar da, wo eine neue Leitung verlegt worden ist.“

ine genaue Antwort darauf musste Stadtplanerin Doris Bunk von der Stabsstelle Stadtentwicklung, Straßenbau in Wolmirstedt schuldig bleiben. „Wir peilen aber noch in diesem Jahr ein Treffen mit der Firma MDDSL an“, sagte sie. „Dabei wollen wir auch dieses Thema zur Sprache bringen.“ An der Zusammenkunft können Vertreter der Ortschaften Mose und Farsleben teilnehmen.

Verwirrende Auskünfte

„Bislang gibt es eher verwirrende Auskünfte zu den Möglichkeiten hier bei uns“, äußerte sich Steffens weiter. „Etliche Bürger würden ganz sicher von einer Anschlussmöglichkeit an das Breitband Gebrauch machen.“ Das habe er in Gesprächen mit den Einwohnern erfahren.

MDDSL-Geschäftsführer Andreas Riedel sagte auf Volksstimme-Anfrage: „Wir versuchen, mit der Stadt Wolmirstedt eine Basis zum Ausbau der Ortsteile Glindenberg, Farsleben und Mose in Sachen Breitband zu finden.“

In Farsleben werde es einzelne Projekte an den jetzt vorhandenen Trassen schon vorab geben. Dies sei auch in Glindenberg im Neubaugebiet und in bestimmten Wohngebieten möglich. „Ziel ist es, alles zu akquirieren und zu erschließen“, versicherte Riedel. „Weiterhin haben wir noch andere Gebiete im Vorlauf. Dies wollen wir gern mit der Stadt klären.“ Damit nahm er Bezug auf die von der Stadtverwaltung angekündigte Zusammenkunft.

Taten sollen folgen

Der Ankündigung sollten nun aber auch endlich Taten folgen, findet der Farsleber Matthias Schumann. Er ist einer der Anlieger an der Hauptstraße, bei denen eine Glasfasertrasse entlangläuft.

„Ich kann mich noch gut an die Worte des MDDSL-Geschäftsführers bei der Inbetriebnahme in Farsleben erinnern“, sagte er. „Er versicherte, dass wir schon bald in der Hauptstraße einen Breitband-Hausanschluss bekommen können.“ Schumann ist davon ausgegangen, dass er nun nicht mehr Jahre darauf warten müsse. „Bis jetzt ist mir auf Nachfrage von der Firma kein entsprechendes Angebot unterbreitet worden“, sagte er. „Ähnlich geht es auch anderen Farslebern, die ebenfalls gern einen Anschluss haben würden.“ Jetzt nimmt Schumann erst einmal mit Internet über Vectoring vorlieb.

Kosten klar benennen

Ortsbürgermeister Rolf Knackmuß (UWG) setzt seine Hoffnungen auf den Termin mit Stadt und Anbieter. „Es muss dann auch klar und öffentlich für die Bürger kommuniziert werden, ab wann sie sich wo voranmelden können“, betonte er. „Ich selber habe keine Kenntnis vom aktuellen Stand.“ Zudem müssten auch eventuelle Kosten im Vorfeld klar benannt werden.