Angern l Offensichtlich schlägt das Herz der Sprayer für den 1. FC Magdeburger, dessen Initialen den Einwohnern, Besuchern und Durchreisenden sofort ins Auge springen. Die ersten Schmierereien sind am Kartoffelhäuschen am Ortseingang – aus Richtung Colbitz kommend – erfolgt, stellt Bürgermeister Egbert Fitsch fest. In der Folgezeit haben sie buchstäblich den gesamten Ort überschwemmt. Neben den immer wiederkehrenden FCM-Logos zieren völlig unsinnige und beleidigende Parolen – wie auch an anderen Orten – das Wartehaus an der Bushaltestelle. Nicht minder verwerflich sei, dass auf der Friedensstraße Richtung Rogätz eine große Mauer ebenfalls besprüht worden sei. Diese gehöre zu einem Privatgrundstück.

Wer für diese Taten verantwortlich ist, ist bislang ungeklärt. Es werde natürlich viel spekuliert und mögliche Verdachtsmomente geäußert. Daran wolle er sich nicht beteiligen, erklärt der Bürgermeister. Die Polizei hat die Vorfälle aufgenommen.

Mutwillige Beschädigungen

„Wir verurteilen das Ganze mit aller Entschiedenheit. Diese Schmierereien sind in meinen Augen auch kein Graffiti. Vielmehr handelt es sich um die mutwillige Beschädigung fremden Eigentums. Ich bin sehr dankbar für jeden Hinweis, der zur Klärung des Sachverhaltes führt. Wir werden das auch strafrechtlich verfolgen lassen“, macht Egbert Fitsch bei der Ortsbegehung deutlich.

Neben der Tatsache, dass diese in der Tat brotlosen „Kunstwerke“ nicht nur das Dorfbild in Angern, sondern inzwischen auch in Sandbeiendorf, Rogätz und Wolmirstedt verschandeln, muss nun die öffentliche Hand beträchtliche finanzielle Mittel aufbringen, um die hässlichen Schmierereien wieder entfernen zu lassen. Das sei kein billiger Akt, weiß Egbert Fitsch. Eine Fachfirma werde beauftragt, sich dieser Sache anzunehmen. „Sind die Täter ermittelt, werden wir ihnen die Säuberungsaktionen voll umfänglich in Rechnung stellen.“

Zugleich richtet der Bürgermeister einen Appell an die Verursacher der Schäden: Wenn sich diese mit ernsthafter Graffiti-Kunst auseinandersetzen möchten, könne mit ihm darüber gesprochen werden. Es werde sich durchaus eine geeignete Stelle dafür finden lassen.