Brauchtum

Heimatvereine in Barleben und Meitzendorf freuen sich über weitere Förderung durch die Gemeinde

Von Sebastian Pötzsch
Die Mitglieder des Heimatvereins "Geschichtskreis Meitzendorf" freuen sich über die Fortsetzung der Kooperationsvereinbarung mit der Gemeinde Barleben. Archivfoto: Gudrun Billowie

Barleben

Die Mitglieder des Gemeinderates haben während ihrer jüngsten Sitzung die Fortführung der Kooperationsvereinbarungen mit dem Heimatverein Barleben und dem „Geschichtskreis Meitzendorf“ beschlossen.

Die Heimatstuben in den Ortschaften Barleben und Meitzendorf sind nicht nur wegen ihrer Ausstellungen zur Heimatgeschichte bekannt. Immer wieder laden die Trägervereine zu Vorträgen über historische Themen oder zu diversen Informationsveranstaltungen, beispielsweise speziell für Senioren ein.

Vereine leiten Beitrag zur Daseinsvorsorge in Barleben

Damit leisten die Trägervereine in den von ihnen betriebenen Einrichtungen wichtigen Beitrag zur Daseinsfür- und Daseinsvorsorge. Das hat auch die Gemeinde erkannt. Im Jahr 2013 hatte der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss gefasst, die Heimatstuben als öffentliche Einrichtungen zu führen. Dazu sind einst entsprechende Kooperationsvereinbarungen geschlossen wurden. Damit steht den Vereinen eine Förderung aus dem Haushalt zu, eine freiwillige Leistung der Gemeinde Barleben.

Weil nach einem Evaluierungszeitraum von jeweils vier Jahren die Verträge auf den Prüfstand kommen, waren diese Jahr 2017 erneuert worden. Nun, weitere vier Jahre später, mussten die Ratsmitglieder während ihrer jüngsten Sitzung also erneut über eine Fortführung entscheiden. Beide Trägervereine hatten dies im Vorfeld beantragt. Jeweils einstimmig haben die Räte die Beschlüsse gefasst, beide Heimatstuben auch künftig als öffentliche Einrichtungen zu führen.

Gemeinde unterstützt bei Miete für Heimatstuben in Barleben und Meitzendorf

Somit wird der sowohl Heimatverein Barleben als auch der „Geschichtskreis Meitzendorf“ als die beiden Trägervereine der Heimatstuben auch finanziell unterstützt. Für beide Organisationen übernimmt die Gemeinde für weitere vier Jahre die Miet- und Nebenkosten für deren Einrichtungen. Laut den Kooperationsvereinbarungen unterstützt Barleben die Vereine somit „bei der Erbringung seiner vertraglichen Pflichten im Rahmen der Heimat- und Kulturarbeit“. Für den Heimatverein Barleben gilt dies zusätzlich für den Fundus in der Halle im „Hohle Grubeweg“. Laut der Vorsitzenden des „Geschichtskreises Meitzendorf“, Bärbel Kriege, unterstützt die Gemeinde den Verein zusätzlich mit Übernahme der Hälfte der Versicherungskosten.

Doch auch die beiden Organisationen haben Pflichten zu erfüllen. So müssen die Vereine „auf der Grundlage (ihres) Heimatpflegeauftrages bedarfsgerechte Freizeitangebote für die Bürger und Einwohner“ anbieten und „damit die Heimatverbundenheit stärken“. Außerdem haben Heimatverein und Geschichtskreis festliche Höhepunkte in ihren Orten zu unterstützen und damit das kulturelle Brauchtum zu pflegen.

Erforschung, Dokumentation und Verbreitung der Dorf- und Heimatgeschichte

Zudem sollen sich die Vereine der „Erforschung, Dokumentation und Verbreitung der Dorf- und Heimatgeschichte, der Sammlung von entsprechenden Dokumenten, Sachzeugnissen und Gegenständen widmen.“ Weitere Aufgaben sind die Pflege von nationalen und internationalen Partnerschaften sowie die Unterstützung der Gemeinde bei der Image-Verbesserung.

Über die neuerlichen Entscheidungen des Gemeinderatrates zeigte sich Bärbel Kriege hocherfreut. „Herrlich, das ist eine sehr gute Nachricht! Damit haben wir nun die Sicherheit, nach den Corona-Einschränkungen mit unserer Arbeit fortzufahren“, sagte die Vorsitzende des „Geschichtskreises Meitzendorf“ gegenüber der Volksstimme.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat über fünf weitere Projekte entschieden. So wird seither auch der Verein „Liba. Besser essen. Mehr bewegen“ als öffentliche Einrichtung geführt und mit einem jährlichen Mietkostenzuschuss in Höhe von 2000 Euro unterstützt. In einer weiteren Beschlussvorlage war über die Anerkennung des durch „Liba“ betriebenen Familiencenters beraten worden. Der Antrag des Vereins war jedoch mehrheitlich abgelehnt worden.

Auch Verein „Mehrgenerationenzentrum“ wird unterstützt

Auch die Begegnungsstätte im Breiteweg in Barleben, genutzt und betrieben vom Verein „Mehrgenerationenzentrum“ (MGZ), wird weiter als öffentliche Einrichtung geführt. Verbunden ist damit eine Zuwendung in Höhe von maximal 70900 Euro.

Weitere durch die Gemeinde Barleben unterstützte Vereine sind die Sportgemeinschaft Eintracht Ebendorf (9800 Euro), der FSV Barleben (maximal 10400 Euro), der Kultur- und Geschichtsverein Ebendorf mit dem gemeindeeigenen Mühlenhof sowie das „OK-Live-Ensemble“ (5000 bis 10000 Euro).

Nach Beendigung des vierjährigen Evaluierungszeitraumes muss der Gemeinderat stets neu über den Fortbestand der Kooperationsverträge entscheiden. Das nächste Mal kommen die Papiere also im Jahr 2024/2025 auf den Tisch.