Politik

„Jugend und Kommune“ trifft sich noch im Juni

Projekt erhält offenbar Scheck vom Landkreis / Teilnehmer wollen schöne und hässliche Orte der Gemeinde katalogisieren

Zum ersten Workshops im Rahmen des zweiten "Jugend und Kommune"-Projektes gab es ein Kennenlern-Grillen in Groß Ammensleben.
Zum ersten Workshops im Rahmen des zweiten "Jugend und Kommune"-Projektes gab es ein Kennenlern-Grillen in Groß Ammensleben. Foto: Lena Bellon

Groß Ammensleben - spt

Nur wenige Tage nach dem Ende der Lockdown-Pause steht schon der nächste Termin: Die Teilnehmer des Projektes „Jugend und Kommune“ in der Niederen Börde treffen sich das nächste Mal am Freitag, 18. Juni. „Wir werden uns um 17 Uhr auf der Domäne zusammenfinden“, sagte Daniela Baars gegenüber der Volksstimme.

Laut der Fachdienstleiterin „Bürgerdienste“ bei der Gemeindeverwaltung wird Besuch aus der Landkreisverwaltung erwartet. „Es wird eine Scheckübergabe geben. Mehr wissen wir auch nicht, wir sind schon ganz gespannt“, erklärte Baars weiter.

Das Projekt war im vergangenen Jahr mit elf Teilnehmern gestartet. Ziel soll sein, Jugendliche für Kommunalpolitik zu begeistern. Grundlage bildet das Kommunalverfassungsgesetz des Landes, wonach Gemeinden dafür Sorge zu tragen haben, gesellschaftlich relevante Gruppen an der Kommunalpolitik zu beteiligen.

Im vergangenen Jahr hatten sich die Teilnehmer den Radwegeausbau in der Gemeinde auf die Fahnen geschrieben. Ihre Forderung untermauerten sie durch die Organisation einer Fahrraddemonstration, die im September als Sternfahrt gestartet war und auf der Domäne in Groß Ammensleben endete. In mehreren Workshops hatten die Jugendlichen ihre Aktion vorbereitet. Der Gemeinderat hatte sich dem Wunsch nach besseren Radwegen gewidmet und schließlich eine Fahrrad-AG gegründet.

In einem letzten Workshop soll es eigentlich auf große Fahrt nach Berlin gehen. Doch musste der Ausflug in die Bundespolitik wegen der Corona-Pandemie mehrmals verschoben werden, zuletzt in der vergangenen Woche.

Da startete auch die nächste Runde von „Jugend und Kommune“. Im zweiten Jahr des Bestehens soll ein weiteres Projekt in Angriff genommen werden. Es trägt den Titel „Hit and Shit Places“. Dafür sollen alle Teilnehmer Fotos von jenen Orten, die ihnen besonders gut oder gar nicht gefallen, machen. Die Aufnahmen sollen gesammelt und später ausgewertet werden.