Wolmirstedt l Beate Tröster ist die gute Seele der Keramikgruppen, die im Bürgerhaus seit der Eröffnung Anfang der 90er Jahre heimisch sind. „Wir haben hier sehr gute Bedingungen für unser schönes Hobby und sind eine eingeschworene Gemeinschaft“, erzählt die Wolmirstedterin. Derzeit kommen 30 Frauen in vier Gruppen jeweils einmal in der Woche zusammen.

Beate Tröster selbst pflegt das Hobby seit 1984. Mit zehn Mitgliedern wurde damals im Krankenhaus Wolmirstedt begonnen. Später zog der Keramikzirkel in den Keller des Logenhauses in der Glindenberger Straße, dann in das ehemalige Pionierhaus in der Schwimmbadstraße, bevor im Bürgerhaus der endgültige Sitz gefunden wurde.

Gruppen auf lange Zeit ausgebucht

Die Keramikgruppen sind seit langer Zeit ausgebucht. Die erste Zeit gab eine Töpfermeisterin fachkundige Anleitung. Das Geld sparen sich die Frauen schon lange, haben den Dreh schon lange raus und sind recht kreativ. Was sie aus Ton modellieren, trocknen, vorbrennen und dann glasieren oder bemalen wird zum Schluss bei hoher Temperatur gebrannt.

Im Erdgeschoss des Bürgerhauses wurden für die Keramikgruppen drei Räume zur Verfügung gestellt, ausgestattet mit Brennöfen und den anderen notwendigen Gerätschaften für das kreative Handwerk. „Uns fehlte bislang nur ein Tonabscheider. Das Utensil sorgt dafür, dass der Abfluss nicht mit Ton verstopft wird. Bislang haben wir die Eimer mit dem tonverschmutzten Wasser immer außerhalb des Hauses entsorgen müssen“, erklärt Frau Tröster. Durch den Einbau des Tonabscheiders mit einem 4-Kammersystem unter dem Spülbecken können die Frauen ihre Gerätschaften jetzt säubern oder sich die Hände waschen, ohne ein schlechtes Gewissen.

Lions Club sponsert Tonabschneider

Gesponsert wurde der Tonabscheider durch den Lions Club Ohrekreis. Vereinsvorsitzende Christine Laqua hatte die „Löwen“ um Unterstützung gebeten. „Wir haben uns sehr über die Spende gefreut. Die ist sicher gut angelegt, schließlich geht es dabei auch um den Schutz der Umwelt. Und ich sehe das auch als Anerkennung der Arbeit des Schranke-Vereins als Betreiber des Bürgerhauses mit seinen zwölf Zirkeln und Vereinen.“

Die kleinen Kunstwerke, die die Keramikgruppe fertigt – darunter Vasen, Schalen, Kerzenhalter, Töpfe, Teller und viel Deko – werden verschenkt oder auch mal verkauft. Oft schon konnten Besucher bei Veranstaltungen auf der Schlossdomäne die Keramikarbeiten bewundern.

Frauen über Schulter schauen

In diesem Jahr will sich das Bürgerhaus im Dezember am „Tag der offenen Höfe“ beteiligen. Da kann man den Frauen in der Keramikwerkstatt über die Schulter schauen und sicher so manches kleine Weihnachtsgeschenk erwerben.