Wolmirstedt l Am zweiten Weihnachtsfeiertag leuchtete es an der Ohre. Das lag an etwa 80 Läufern, die beim Gänsebratenvernichtungslauf an den Start gingen – und an ihren Leibchen, die in diesem Jahr erstmals bedruckt wurden. Mit der Signalfarbe ging es im Gänsemarsch voran. Und als hätte es Petrus so geplant, kam zum Start des Laufes nach zwei Tagen Dauerregen endlich die Sonne heraus.

Die fünf Kilometer lange Strecke konnte gelaufen, gewalkt oder gegangen werden. „Hauptsache, man bewegt sich“, sagt Petra Schultz, eine der Initiatorinnen des Laufes mit dem langen Namen. Die Strecke führte über die Amtsbrücke, an der Ohrepromenade entlang bis zum Bodelschwingh-Haus und endete auf der Schlossdomäne. Der schnellste Läufer war nach stolzen 16 Minuten un 45 Sekunden im Ziel, die schnellste Läuferin in 25 Minuten und 28 Sekunden (siehe unten).

Im Ziel angekommen, wurden die Teilnehmer mit warmen Getränken, Obst und weihnachtlichen Leckereien verpflegt. Die fleißigen Helfer schälten Mandarinen und harrten in der Kälte aus, um die Läufer zu empfangen.

Die Anzahl der Teilnehmer hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Im Jahr 2018, bei der Premiere des Laufes, gingen insgesamt 35 Läufer an den Start. „Ich freue mich, dass so viele gekommen sind, um mit uns zu laufen“, sagt Petra Schultz.

Auch für das kommende Jahr können sich Laufbegeisterte den 26. Dezember im Kalender anstreichen – auch dann gibt es wieder einen Braten zu vernichten und damit auch einen Gänsebratenvernichtungslauf. „Wir denken uns schon eine Überraschung dafür aus“, verspricht Petra Schultz.