Meitzendorf l Treffen die Lieferanten mit ihren Lkw im Logistikzentrum der Supermarktkette Aldi in Meitzendorf ein, werden sie per Lautsprecheransage zu den entsprechenden Garagen dirigiert, in denen ihre Ware ausgeladen werden soll. Steht der Wind ungünstig, höre Michael Lange die Durchsagen bis ans andere Ende des Ortes – an Werktagen bereits ab 5.50 Uhr morgens. „Ich kann häufig sehr gut hören, das Lkw ‚XY‘ zum Beispiel zum Tor 18 kommen möge“, sagt er. Er wünsche sich deshalb, dass anstelle der Lautsprecher ein anderes System gefunden wird, um die Zulieferer einzuweisen.

Die Thematik sei seit Jahren bereits mehrfach im Ortschaftsrat angesprochen worden, erklärt Michael Lange, selbst Mitglied in dem Gremium. Anfang April hat es nun ein Gespräch zwischen Bürgermeister Frank Nase und Meitzendorfs Ortsbürgermeister Peter Hiller mit dem Geschäftsführer des Logistikzentrums gegeben. „Zum Ergebnis konnte mir von den beiden Ansprechpartnern nur dargestellt werden, dass Aldi in Erwägung zieht, dass derzeitige System der Lautsprecherdurchsagen eventuell bis zum Ende des Jahres 2019 zu ändern. Eine solche unverbindliche Aussage gab es bereits vor mehreren Jahren, passiert ist nichts“, kritisiert Michael Lange. Dass sich der Meitzendorfer mit der Thematik unterdessen auf eigene Faust per Brief an die Aldi-Bundeszentrale gewandt hatte, kritisiert wiederum Barlebens Bürgermeister Frank Nase.

Aldi verspricht Lösung

„Wir sind uns der Problematik der Lautsprecherdurchsagen an unserem Logistikzentrum absolut bewusst. Und für etwaige Unannehmlichkeiten für die Anwohner entschuldigen wir uns ausdrücklich“, erklärt ein Aldi-Unternehmssprecher auf Nachfrage der Volksstimme. An einem guten Verhältnis zur Nachbarschaft sei dem Unternehmen gelegen, an einer Lösung für das Problem werde gearbeitet. „Leider können wir Ihnen zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Details nennen, dafür bitten wir um Ihr Verständnis. Wir versichern aber, dass wir in einem absehbaren Zeitraum ein gutes Ergebnis vorstellen können“, heißt es weiter.

Um die Lautsprecher zu ersetzen, gebe es verschiedene Möglichkeiten, sagt Michael Lange. Denkbar wären beispielsweise eine Art Transponder, auf denen die jeweilige Tornummer aufleuchtet, zu dem die Lieferanten fahren sollen, oder eine Form von Anzeigetafeln. Welche Variante das Unternehmen wählt und zu welchem Zeitpunkt, bleibt nun abzuwarten.