Bildung

Mit dem Umbau der alten Sekundarschule bekommt Angern ein neues Bildungszentrum

Für 3,8 Millionen Euro wird das alte Schulgebäude an der Teichstraße umgebaut

Von Hendrik Reppin
Der Rohbau an der ehemaligen Sekundarschule in Angern ist in vollem Gange. Jetzt wurden auch die Aufträge zum Einbau eines Aufzugs vergeben. Foto: Hendrik Reppin

Angern

Schon zu Beginn des vergangenen Jahres stand fest, dass das alte Schulgebäude an der Teichstraße in Angern noch einmal zu neuen Ehren kommen würde. „Der Bedarf an Schul- und Kindergartenplätzen ist hoch“, sagte damals der Bürgermeister der Gemeinde Angern, Egbert Fitsch. Um sich zukunftsorientiert aufzustellen, war der Umbau der Sekundarschule schon bald beschlossene Sache.

Rohbauarbeiten sind in vollem Gange

Inzwischen wird kräftig gearbeitet an der Teichstraße. Die Rohbauarbeiten seien in vollem Gange, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Elbe-Heide, Thomas Schmette. Am Dienstagabend seien auf einer Ausschusssitzung weitere Aufträge an verschiedene Firmen vergeben wurden. Beispielsweise stehe nun fest, welche Firmen den Metallbau übernehmen werden. „Es wird im Gebäude einen Aufzug von der ersten in die zweite Etage geben“, erklärte Schmette. „Ein weiterer etwas kleinerer Lift überbrückt mehrere Stufen zu den Räumlichkeiten des Horts.“ Immerhin seien später die Einrichtungen im umgebauten Gebäude alle barrierefrei zu erreichen. Die Grundschule wird in die obere Etage des Hauptgebäudes einziehen, im Erdgeschoss wird der Kindergarten untergebracht sein. Im Nebengebäude, wo einst die Aula der Schule war, wird schließlich der Hort einziehen. Öffnen sich dann die Türen des fertigen Projekts in Angern, werden etwa 200 Kinder in die ehemalige Sekundarschule einziehen. Das Grundschulgebäude, Am Weinberg 1, können dann die Vereine der Gemeinde für ihre Zwecke nutzen. Die Verbandsgemeinde Elbe-Heide ist Träger sowohl der Kindertagesstätte, als auch des Hortes. Daher hatten die Gemeinderäte vor gut einem Jahr entschieden, dass die Verbandsgemeinde allein als Bauherr auftreten solle. Wieviel Geld der Umbau der Sekundarschule in Angern am Ende wirklich kostet, kann der Bürgermeister der Verbandsgemeinde selbst heute noch nicht genau sagen. „Das wird sich wohl zwischen 3,5 und 4 Millionen Euro einordnen.“ Bei der ursprünglichen Planung des großen Projekts ist den Gemeinderäten aus Angern noch eine Investitionssumme von 4,7 Millionen Euro vorgelegt worden. Daraufhin wurde nach Möglichkeiten gesucht, um die Kosten zu reduzieren. Nach Fördertöpfen wurde gesucht, Finanzierungsmodelle wurden besprochen.

Am Ende standen einige Veränderungen an der Ursprungsplanung auf dem Papier. Hinzu kam die Übernahme von einigen Vorhaben als Eigenleistung von Freiwilligen aus der Gemeinde Angern. Unter dem Strich war das Projekt des neuen Bildungszentrums in Angern auf eine Investitionssumme von 3,9 Millionen Euro zusammengestrichen worden.

Entkernung mit erstaunlichem Ergebnis

Eine dieser freiwilligen Eigenleistungen war beispielsweise das Entkernen des Hauses. Geplant war dafür ein Aufruf zur großen Aktion unter den Einwohnern der Gemeinde. Da habe jedoch die Corona-Pandemie die Pläne durchkreuzt. „Eine Entrümpelungsaktion mit vielen Menschen ist leider zu dieser Zeit nicht mehr möglich gewesen“, erklärt Thomas Schmette.

Stattdessen seien zum Ende des vergangenen Jahres nur wenige Menschen auf der Baustelle zum Entkernen zugelassen gewesen. Türen und Fenster mussten rausgerissen, Heizkörper abmontiert und Bodenbeläge entsorgt werden. Laut Verbandsgemeindebürgermeister hätten sich diese Arbeiten über mehrere Wochen erstreckt. Jedoch mit einem erstaunlichen Ergebnis: Als die eigentlichen Arbeiten beginnen sollten, sei tatsächlich alles freigeräumt und erledigt gewesen.

Thomas Schmette, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Elbe-Heide, hat mit der Verwaltung die Bauherrschaft für den Umbau der Sekundarschule in Angern übernommen.
Foto: Hendrik Reppin