Wolmirstedt l Kurz vor dem Weihnachtsfest flattert der Bewilligungsbescheid des Landes Sachsen-Anhalt ein: Eine halbe Million Euro fließen aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ nach Wolmirstedt. Damit sollen unter anderem Sanierungsarbeiten an der Museumsscheune vorgenommen werden.

Diese Sanierung ist notwendig, weil bei einer Bauwerksuntersuchung äußerlich nicht sichtbare Bauschäden durch einen Gutachter festgestellt wurden. Das teilt die Stadt mit. „Es handelt sich um massive Schäden am Gesims“, sagt Heike Pessel, Sachbearbeiterin in der Stabsstelle Stadtentwicklung. Dieses in alter Technik gemauerte Stück liegt auf dem Mauerwerk auf. Über die Jahre sind dort Schäden entstanden, die nun dringend beseitigt werden müssen.

Die ersten Bauarbeiten wurden bereits im vergangenen Jahr vorgenommen, als das Dach der Scheune nach dem Sturmtief Herwart in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bereits dort wurde klar, dass die Schäden größer sind als gedacht. Da die Bauarbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäude mit hohen Kosten verbunden sind, beantragte die Stadt Ende des Jahres 2017 die Fördergelder.

Vier von sechs Anträgen bewilligt

Laut der Stadtverwaltung zeigte sich bei weiteren Untersuchungen, dass der gleiche Schaden rundum an dem gesamten Gebäude besteht. Da der finanzielle Aufwand jedoch beträchtlich sei, wurde diese Maßnahme in dem Städtebauförderprogramm als Sicherungsmaßnahme für das Jahr 2018 angemeldet. Insgesamt hat die Stadt sechs Maßnahmen beantragt – drei von der Stadt als Träger, drei von privaten Dritten. Vier davon wurden bewilligt.

Dabei werden insgesamt 5,3 Millionen Euro aus dem Fördertopf des Landes bezuschusst, die Stadt zahlt knapp 74.000 Euro aus der eigenen Kasse. Damit wird das Geld unter mehreren Projekten aufgeteilt. Der Vorteil: Das Geld steht für das Jahr 2019 bereits zur Verfügung, sodass die Stad nicht in Vorkasse gehen muss. In die Museumsscheune fließen insgesamt 270.000 Euro, die Sanierungsarbeiten sind zu 100 Prozent gefördert.

Museumsbetrieb wird nicht eingeschränkt

Die Planungen für die Sanierungsarbeiten sind laut Sabine Bednorz, zuständige Fachdienstleiterin, in der Endphase. Die Ausschreibungen werden im kommenden Jahr starten. „Unsere Zielstellung ist, mit den Bauarbeiten im Spätsommer 2019 zu beginnen“, sagt Sabine Bednorz.

Für das Museum sind die guten Nachrichten so kurz vor Weihnachten ebenfalls erfreulich. „Es ist sehr schön, dass die Fördermittel für die Sanierung da sind“, sagt Museumsleiterin Anette Pilz. Die Bauarbeiten werden den Betrieb des Museums voraussichtlich nicht beeinträchtigen.