Farsleben l Farsleber Bürger machten auf der Sitzung des Ortschaftsrates ihrem Ärger über die Deponiepläne Luft. Sie meinten, der Ort verkaufe sich, sorgten sich um die Luftverschmutzung, die durch Schlackeablagerungen auf Fensterbrettern schon jetzt sichtbar sein soll und die Verunreinigung des Grundwassers.

Die anwesenden Ortschaftsratsmitglieder teilten die Befürchtungen nicht. Sie wiesen darauf hin, dass mineralische Abfälle deponiert werden müssen und niemand das gern vor der Haustür habe. Dennoch: „Die Firma Papenburg besteht seit 25 Jahren in Farsleben“, sagte Werner Teige, „und hat viel für den Ort getan.“ In der Grundwasserfrage verwies Ortsbürgermeister Rolf Knackmuß auf die Experten. „Das sollten wir den Fachleuten überlassen.“ Auch die Unterschriftenlisten gegen die geplante Deponie wollten die Ortschaftsratsmitglieder nicht überbewerten. Darauf hätten 129 Farsleber unterschrieben, das seien 20 Prozent. Der Ortschaftsrat stimmte schließlich gegen die Stellungnahme der Stadt, in der Wolmirstedt das Einvernehmen für die Deponiepläne versagt. Die Entscheidung liegt beim Landkreis .