Jersleber See l Das erste Hundeschlittenrennen der Region vor einer Woche ist reibungslos über die Bühne gegangen. Und schon steht fest: Im kommenden Jahr wird es die Veranstaltung „Husky Spirit – Race at the Lake“ wieder geben. „Wir haben den Jersleber See für ein Wochenende aus dem Winterschlaf geweckt und wollen das wieder tun“, sagt Initiator Joachim M. Winkler gegenüber der Volksstimme.

Die rund 50 Musher, die in den verschiedenen Rennklassen teilgenommen haben, seien begeistert vom professionellen Ablauf gewesen. „Auch der Rennkurs rund um den See unter Einbeziehung des benachbarten Kieswerkes ist sehr gut angekommen“, berichtet Winkler. So hätten Teilnehmer davon berichtet, das „Race at the Lake“ künftig fest in ihren Rennkalender aufzunehmen und als Vorbereitung für das bekannte Rennen „Baltic Lights“ auf Usedom zu nutzen.

Wegen des warmen Wetters konnten keine Hundeschlitten an den Start gehen. So haben sich die Musher auf Wagen von den Gespannen mit vier bis acht Hunden ziehen lassen. „Ganz neu zu beobachten waren die sogenannten Dogscooter. Ich denke, hier wird ein ganz neuer Trend entstehen“, sagt der Initiator, der das Rennen gemeinsam mit dem Sachsen-Anhalter Schlittenhundesport-Club aus der Taufe gehoben hat. Ein Dogscooter ähnelt dabei einem übergroßen Tretroller. In anderen Rennklassen konnten die Teilnehmer mit Fahrrädern oder Rollschuhen fahren. Nur mussten sich alle von mindestens einem Hund ziehen lassen. Auch zehn Kinder waren am Start und nahmen am sogenannten Kids-Race teil.

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Laut Winkler haben etwa 500 Schaulustige die Veranstaltung besucht. Dabei wurden sie bereits in der Nähe der Start-Zielgeraden von Hundegebell begrüßt. Hier hatten es sich die Musher im dafür vorgesehenen Lager eingerichtet, um ihre Huskys, Grönländer, Alaskan Malamutes oder Samojeden zu versorgen. Das Echo rund um die Veranstaltung sei bisher äußerst positiv, auch die anwesenden Promis zeigten sich begeistert. So waren Ex-FCM-Fußballer Marius Sowislo, Cheerleaderin Lisa Rothenburg und Rennfahrer Dominique Schaak angereist und wagten jeweils einen Ritt im Hundewagen um den See.

Doch der Besuch von Marius Sowislo hatte auch einen ernsten Hintergrund: So warb der Ex-Profi für die Mitteldeutsche Kinderkrebsforschung, deren Botschafter er ist. Ein Großteil der Einnahmen aus dem Rennwochenende soll nämlich dieser Stiftung zugute kommen. „Wie hoch genau der Spendenanteil ist, wissen wir erst nach Abzug aller Kosten“, sagte Joachim M. Winkler. Mit der Planung für das nächste Jahr will der Initiator unter dessen schon bald beginnen. „Ich werde alles daran setzen, weiter zu optimieren.“