Jersleber See l 22,8 Grad Celsius hatte das Wasser, in dem Meeresgott Neptun alias Ronny Eber die Auserkorenen am Sonnabend einer ganz speziellen Taufe unterzogen hat. Mit seinen Helfern, darunter die Nixen Sophia, Ylvi und Alica, legte er am Nachmittag mit seinem Boot am Strand des Jersleber Sees an. Insgesamt 21 Namen standen diesmal auf seiner Liste.

Eltern hatten ihre Kinder zuvor für die besondere Taufe an der Rezeption anmelden können. Im Idealfall verfolgten die „Opfer“ das unterhaltsame Spektakel ahnungslos vom Strand aus – so lange, bis sie plötzlich ihren eigenen Namen hörten. Dann hieß es: „Beine in die Hand“ und schnell genug rennen, um dem Zwangsbad vielleicht doch noch entgehen zu können. Neptuns Häscher erspähten die Auserwählten jedoch blitzschnell und brachten sie zurück zu ihrem Gebieter. So wurde Sophia (6) aus Magdeburg beispielsweise auf den Beinamen „Glitzernde Südseeperle“ getauft und die sechsjährige Schönebeckerin Lilli heißt nun „Bezaubernde Meerjungfrau“.

Neben den Kindern blieb auch Bernd Schönefeld nicht verschont. Der Magdeburger ist ein ganz besonderer Fan des Jersleber Sees. Seit 40 Jahren misst er regelmäßig die Wassertemperatur und veröffentlicht sie auch im Internet. Das brachte ihm bereits den Spitznamen „Quecksilber“ ein. Neptun ernannte ihn am Sonnabend zusätzlich zum „Temperaturverräter vom Jersleber See“.

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Nachdem sich die Kinder von der Taufe beim Neptunfest erholt hatten, fand am Abend noch ein Spaziergang um den See statt.