Wolmirstedt l Angelika Magnus blickt auf ein langes Arbeitsleben in Wolmirstedt zurück. Seit 1990 ist sie beim Berufs- und Bildungszentrum für Freizeitbeschäftigungen von Kindern und Jugendlichen zuständig. „Seit Anbeginn“, wie sie sagt. Im September 2019 geht sie in Rente.

Vorher, zu DDR-Zeiten, hat sie im Pionierhaus in Wolmirstedt gearbeitet. Ursprünglich war die heute 62-Jährige Deutsch- und Russischlehrerin. Nach sechs Jahren im Beruf entschied sie sich, in den Freizeitbereich zu wechseln. Gebürtig kommt Angelika Magnus aus der Altmark, studiert hat sie in Güstrow bei Rostock. Lehrerin werden wollte sie schon von klein auf, seit der achten Klasse. „Ich bin eine große Schwester, und habe mich bereits früh dazu entschieden, einmal Wissen vermitteln zu wollen“, erklärt Angelika Magnus. Während ihrer Laufbahn als Lehrerin hat sie festgestellt, dass sie lieber außerhalb der Schule Wissen vermittelt.

Erklären ist ihr Hobby

„Ich bin ein absoluter Erklärbär“, erzählt Magnus. Um zu erklären, hat sie mit Jugendlichen Sport gemacht, genauso wie Theater. Oft hätte sie von Lehrern positive Rückmeldungen erhalten. Zum Beispiel, wenn sie bei Teamspielen unter der Leitung von Angelika Magnus gesehen haben, wie ihre Klasse als Gruppe funktioniert.

Einen besonderen Moment aus ihrer Laufbahn mag sie nicht herauspicken. Aber sehr großen Spaß haben ihr jegliche Weiterbildungen gemacht, zum Beispiel zum ganzheitlichen Lernen. „Der Erfahrungsaustausch mit anderen war immer herrlich“, schwärmt Angelika Magnus. Einige davon hätte sie in den vergangenen knapp 30 Jahren besucht.

Die Jugend von heute

Außerdem habe ihr an ihrer Arbeit immer gefallen, mit Mitarbeitern zusammen die Ferienbeschäftigungen zu veranstalten. „Es waren auch immer junge Teamer dabei und es war schön, die Kollegen mal auf einer anderen Ebene als im Arbeitsalltag kennenzulernen“, erklärt Angelika Magnus.

Kinder und Jugendliche hätten sich im Laufe der Jahre verändert. Heute seien sie insgesamt weniger sportlich. „Auf der anderen Seite lassen sie sich trotzdem, zum Beispiel bei Sportfesten, auch zur Bewegung animieren.“ Jugendliche heute seien zwar ich-bezogener als früher. Auf der anderen Seite sagt sie: „Es gibt aber auch tolle Jugendliche, ich bin da voller Hoffnung.“