Sangerhausen/Dahlenwarsleben l Der Sachsen-Anhalt-Tag in Sangerhausen ist Geschichte. Laut Organisatoren lief die Veranstaltung in der Rosenstadt gut. Einen Anteil daran haben auch einige Damen aus Dahlenwarsleben. Die sogenannte Börde-Elbe-Heide-Bühne wurde nämlich von Lieselotte, Waltraud, Hilde, Martha und Irmchen eröffnet. Die Damen mit diesen wohlklingenden Spitznamen standen als „De Mädels“ auf der Bühne, die sonst allerdings normalerweise zu fünft unterwegs sind.

Die Kulturgruppe aus Dahlenwarsleben hatte bei dem Fest, bei dem sich Einrichtungen, Musiker und Künstler aus ganz Sachsen-Anhalt präsentierten, einen gar nicht so leichten Start. Zuerst nämlich fielen einige Darbietungen von Künstlern aus, die eigentlich vor „De Mädels“ auftreten sollten. Auch ein Moderator, der eigentlich das Publikum anheizen sollte, hatte sich offenbar verlaufen und tauchte nicht auf. Die Damen aus Dahlenwarsleben wären aber nicht die, die sie nunmal sind, wenn sie die Situation nicht unter Kontrolle gebracht hätten.

Die heizten dem Publikum kurzerhand selbst ordentlich ein, indem sie mit gewohnt frecher Art und flotten Sprüchen ein 45-minütiges Programm durchzogen. „Wie immer waren die Mädels dabei auf ‚Männerfang‘ und haben jede Gelegenheit genutzt, sich dem interessierten Zuschauer mit ihren ganz eigenen Outfits von ihrer schönsten Seite zu präsentieren“, erzählen zwei der Damen, nämlich Annette Pötke und Cornell Schwalbe. Dass jedem Stilberater bei den Klamotten der Mädels die Augen tränen würden, fügen sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

Mit ihren spritzig frechen Liedern und Sprüchen wollten die Show-Damen aus Dahlenwarsleben vor allem eines zeigen: „welche Früchtchen die Börde zu bieten hat“.

Während anfangs nicht viele Zuschauer den Auftritt verfolgten, blieben während des Programms aber doch viele von ihnen amüsiert stehen und verfolgten den Auftritt der Mädels aus der Niederen Börde. „Sogar eine Zugabe wurde verlangt. ‚De Mädels‘ waren natürlich vorbereitet und haben aus ihrem umfangreichen Repertoire geschöpft“, erzählen Annette Pötke und Cornell Schwalbe.

Auf jeden Fall, so sagen beide, werden sich „De Mädels“ für das nächste Jahr wieder für den Sachsen-Anhalt-Tag in der Lutherstadt Eisleben bewerben und liebäugeln auch mit den ganz großen Bühnen. „Man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben ...“, sagen die Damen, die dem Heimat- und Kulturverein Dahlenwarsleben angehören.