Wirtschaft

Spatenstich im Gewerbepark: Deponie-Planer aus Barleben expandieren mit eigenem Standort im Technologiepark Ostfalen

Von Sebastian Pötzsch
Barlebens Bürgermeister Frank Nase, TPO-Geschäftsführer Bernd Fricke sowie Jörn Plewka und Lutz Bartels eröffnen mit einem Spatenstich den Bau des neuen Unternehmensstandortes. Foto: Sebastian Pötzsch

Barleben

Der Technologiepark Ostfalen in Barleben ist weiter auf Wachstumskurs. Jüngst erfolgte der Spatenstich für den neuen Sitz des Unternehmens Deposerv.

Insgesamt 140 Unternehmen nutzen bereits die idealen Standortbedingungen des Technologiepark Ostfalen (TPO) in Barleben in direkter Nachbarschaft zur Landeshauptstadt Magdeburg und gleich zwei Autobahnen. Eines von ihnen ist das Ingenieurbüro „Deposerv“.

Firma residiert seit Jahren im Innovation- und Gründerzentrum (IGZ) nördlich von Magdeburg

Seit 1998 gibt es die Firma, gegründet von Jörn Plewka und Lutz Bartels. Seither arbeiten die Beiden und ihre Mitarbeiter in Büros des Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg (IGZ) in dem großen Gewerbegebiet, „als eine der ersten Mieter hier“, sagt Plewka.

Doch nun wurde es den Ingenieuren zu eng in dem großen Gebäude zwischen Steinfeldstraße und Otto-von-Guericke-Allee. „Zur Zeit sind bei uns elf Mitarbeiter beschäftigt. Doch planen wir eine Aufstockung auf bis zu 15 Kollegen“, erklärt Geschäftsführer Jörn Plewka.

Schwerpunkte in Abfallwirtschaft und regenerative Energien

Kein Wunder, bewegt sich das Ingenieurbüro doch in einem stetig wachsenden Markt und erbringt Dienstleistungen der Deponie-, Energie und Umwelttechnik. „Unsere Themenschwerpunkte finden sich besonders im Bereich der Abfallwirtschaft und der regenerativen Energienutzung“, sagt Lutz Bartels. Ein Schwerpunkt der Tätigkeit sei die Planung und Betreuung von Deponieentgasungsanlagen mit nachgeschalteter Energienutzung sowie der ingenieurtechnischen Betreuung der Standorte, erläutert Bartels. „Grundsätzlich kümmern wir uns um alle Themen rund um Deponien und Abfallvergärung – alles aus einer Hand.“

Konkret heißt das: Deposerv entwickelt, konzeptioniert und plant verschiedene Arten von Deponien, von der Projektentwicklung, über das Genehmigungsverfahren bis zur Umsetzung. Auch die Entwicklung von Oberflächenabdichtungen von Deponien gehören zum Leistungsspektrum des Planungsbüros sowie die von speziellen Entgasungstechniken. „Hier sind innovative wirtschaftliche Lösungen gefragt, die wir im Auftrag unserer Kunden erarbeiten“, erklärt Bartels.

Projekte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

Als Referenzen nennt Geschäftsführer Jörn Plewka die Tongrube Vehlitz. Hier plante sein Büro die Oberflächenabdichtung. In Dessau-Roßlau bauten die Ingenieure gleich mehrere Projekte, so beispielsweise eine sogenannte Deponieschwachgasfackel und eine Bioabfallvergärungsanlage. Und er verweist auf Projekte im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Diese erlaubt Betreibern von Deponien, notwendige Investitionen mit Fördermitteln des Bundes umzusetzen. Hier gilt es, die Fördermittel auf Basis einer sogenannten Potenzialstudie, welche wiederum förderfähig ist, zu erlangen. Diese Studien werden ebenfalls von Deposerve erstellt.

Bis Anfang des kommenden Jahres soll der neue Standort des Planungsbüros im TPO fertigt sein. Dann stehen den Mitarbeitern rund 450 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung. Rund eine Million Euro investiert Deposerv in das Vorhaben.