Zielitz l Damit haben wohl auch die Veranstalter des 8. Zielitzer Adventsmarktes für einen guten Zweck nicht gerechnet: Der Erlös lag bei der Rekordsumme von 7777,77 Euro. Am Donnerstag haben die Initiatoren Kathy Opitz-Voigt und Sebastian Voigt die Spende an den Magdeburger Förderkreis krebskranker Kinder übergeben. Tochter Kimberley, selbst einmal Patientin, und eine Delegation freiwilliger Helfer waren bei der Spendenübergabe dabei.

„Das ist eine unglaubliche Summe“, zeigte sich Professor Uwe Mittler vom Magdeburger Förderkreis krebskranker Kinder sichtlich gerührt. Das Geld solle für Betrieb und Unterhaltung des Elternhauses verwendet werden, so Mittler, der sich herzlich für die Spende bedankte. Der Förderkreis hatte auf dem Gelände des Magdeburger Uniklinikums aus Spenden ein Elternhaus gebaut. „Dort können Eltern von krebskranken Kindern übernachten, um in schweren Stunden bei ihren Kindern zu sein und sie zu unterstützen“, berichtete Uwe Mittler. Er führte die Delegation durch das Elternhaus und erläuterte dessen Wirkungsweise.

Nach einjähriger Pause hatte auf dem Hof der Familie Opitz-Voigt in Zielitz wieder ein Adventsmarkt für gute Zwecke stattgefunden. Gewohnt viel Arbeit sei im Vorfeld und in der Nachbereitung geleistet worden, machten die Initiatoren deutlich und verwiesen zugleich auf die großartige Unterstützung durch viele motivierte Freiwillige und Förderer.

„Wir haben unser Ziel erreicht. Das Feedback der vielen Menschen, die unseren Adventsmarkt besucht haben, war überaus positiv“, freuten sich die Gastgeber. Wie aus einer Idee der nun fest in Zielitz etablierte vorweihnachtliche Höhepunkt geworden ist, erläutert Cheforganisatorin Kathy Opitz-Voigt. „Kimberley war 2005 an Leukämie erkrankt. Es folgten zwei Jahre voller Kampf, Angst und Hoffnung. Seitdem engagieren wir uns für die Kinderkrebsstiftung, haben viele Befürworter und Unterstützer gewonnen. Das hat uns bewogen, eine Plattform zu schaffen. Wir entwickelten ein Konzept, der Adventsmarkt war geboren.“ Es gehe aber nicht um einen Wettbewerb oder darum, die Summe zu toppen. Das Niveau solle einfach nur gehalten und der Sache gedient werden, betonte Kathy Opitz-Voigt.

Die 15-jährige Kimberley ist heute ein gesundes und ganz normales Mädchen. Einmal im Jahr unterzieht sie sich einer umfassenden Untersuchung.