Wolmirstedt l Kunstvoll gedrehte Weihnachtsbäume werden in der Adventszeit das Kinderhospiz der Pfeifferschen Stiftungen dekorieren, außerdem werden sich die Kinder über kleine Stoffpüppchen freuen. Das versicherte Kinderhospiz-Mitarbeiterin Hanna Klingenberg. Sie nahm die Geschenke im DRK-Wohnquartier „Am Stadtpark“ entgegen. Besucher der Tagespflege hatten sie gefertigt.

„Kinderhospiz klingt sehr traurig“, sagte Hanna Klingenberg, „aber bei uns wird auch viel gelacht.“ Das zeigte sie in einem kleinen Film, der den Alltag der schwerstkranken Kinder und ihrer Eltern zeigte. „Immer wieder erleben wir, dass die Kinder mit dem nahen Tod anders umgehen als Erwachsene. Sie wachen morgens auf, und sagen: Ich will was erleben, organisier’ was.“

Familien und viele Helfer

Dafür sorgen die Familien sowie die vielen Helfer. Sie bringen Haustiere zu den Kindern, ermöglichen Ausflüge oder besondere Begegnungen. Das Hospiz sei auch dafür da, den Kindern die Zeit, die ihnen bleibt, schön und lebenswert zu gestalten.

Im Kinderhospiz gibt es acht Plätze, es ist das einzige in Sachsen-Anhalt. „In der Regel kommen die Familien mit den Kindern mit“, erklärt Hanna Klingenberg. Aber es gibt auch die sogenannte Entlastungspflege, bei der schwerstkranke Kinder kurz allein aufgenommen werden, manchmal, damit sich die Eltern ein paar Tage allein den Geschwisterkindern widmen können.

Trauer hat im Kinderhospiz viel Platz. Bunte Fußabdrücke der Kinder werden zu Schmetterlingsflügeln verwandelt. Dieser Schmetterling bleibt, über den Tod hinaus.

Der Aufenthalt im Kinderhospiz wird zu 95 Prozent von den Krankenkassen übernommen, die anderen fünf Prozent werden über Spenden finanziert. 400 000 Euro jährlich, konkretisiert Hanna Klingenberg. Die Geschenke der Wolmirstedter Senioren nahm sie sichtlich gerne mit. „Das zeigt den Familien, dass an sie gedacht wird.“