Glasfaser

Telekom konzentriert sich auf die Zentren in Wolmirstedt

Vorerst wird fast die Hälfte der Wolmirstedter Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen

In diesen Bereichen will die Telekom vorerst Glasfaser legen. Quelle: Telekom

Von Gudrun Billowie

Wolmirstedt l In der ersten Ausbauphase bis Ende 2022 will die Telekom mehr als 3000 Haushalte in Wolmirstedt, Elbeu und Glindenberg an das Glasfasernetz anschließen. Dabei werden zuerst die Kerngebiete bedient (Siehe Grafik). Breite Randbereiche der Kernstadt sind dabei außen vor, sollen aber in den kommenden Jahren ebenfalls mit Glasfaser bis ins Haus versorgt werden. Die Telekom will den Kontakt mit den großen Wohnungsunternehmen aufnehmen.

Vorweg: Wolmirstedt und die Ortsteile - bis auf Mose - sind im Wesentlichen mit schnellem Internet bis 50 Mbit/s versorgt. Dafür sorgen Glasfaserkabel, die bis in den Telefonkasten reichen. Von dort aus werden die Daten über die vorhandene Telefonkupferleitung ins Haus übermittelt. In vielen privaten Bereichen ist das ausreichend.

Corona macht schnelles Netz nötig

Doch im Zuge der Corona-Pandemie, in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling, steigt die Bedeutung des schnellen Internets rasant. Es wird immer wichtiger, große Datenmengen durchs Netz zu schicken. Wird Glasfaser bis ins Haus gelegt, sind bei der Telekom Download-Geschwindigkeiten bis zu 1000 MBit/s und Upload-Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s möglich.

In der Ausbauphase ist der Anschluss kostenlos

In der Ausbauphase, solange die Bagger ohnehin für die Erdarbeiten im Einsatz sind, soll der Glasfaseranschluss der Telekom kostenlos sein. Wer sich anschließend dafür entscheidet, muss bei der Telekom maximal 799 Euro Anschlusskosten bezahlen.

Doch was passiert in den anderen Gebieten? In Farsleben und Mose wird MDDSL das Glasfasernetz legen. Dort erteilt die Telekom eine Absage. Für Glindenberg sei die Entscheidung letztlich gefallen, weil sich viele Glindenberger Bürger an die Telekom gewandt hatten. Derlei häufige Anfragen gab es aus Mose und Farsleben nicht.

Die ersten etwa 3000 Anschlüsse der Telekom ans Glasfasernetz betreffen fast die Hälfte aller Haushalte. In ganz Wolmirstedt werden fast 7500 Haushalte gezählt. Davon gibt es in der Kernstadt 5500, in den Ortsteilen fast 2000. Allerdings zählen erwachsene Kinder, die bei ihren Eltern leben, als eigener Haushalt. Die Telekom erwägt, künftig noch mehr auszubauen.