Erste Ideen führen zu einer langen und zu einer kurzen Tour - Viele und vielfältige Vorschläge für die Fahrradtour durch die Region

"Tour de Börde" startet mit Drahtesel und E-Bike am Maifeiertag

Von Constanze Arendt-Nowak

Hermsdorf/HoheBörde l Die Premiere der "Tour de Börde" soll in diesem Jahr erstmals das Wir-Gefühl in der Hohen Börde stärken. Die Radtour, die durch die Gemeinde führt, soll viele ehrenamtliche Aktivitäten vernetzen. Der Grundstein dafür wurde während eines Workshops im Hermsdorfer Mehr-Generationenhaus gelegt.

"Mit Fahrrädern und E-Bikes sollen Stationen in den Ortschaften und entlang der Radwege abgefahren werden", erklärte Michael Müller vom Magdeburger Caritasverband, der die Organisationsfäden mit in der Hand hält, die Grundidee. An verschiedenen Rastpunkten sollten Vereine die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeit zu präsentieren. "Manchmal kennt man noch nicht einmal die Kirche im Nachbarort", gab Volker Niemetz von der Otto-Benecke-Stiftung zu bedenken.

Sowohl hinter dem Termin, einem möglichen Schirmherren und der Streckenführung standen zu Beginn des Workshops noch dicke Fragezeichen. Doch speziell bei der Streckenführung gingen die Interessen der Teilnehmer schon weit auseinander.

Jung und Alt sollen Geschichten über ihr Dorf erzählen

Vorschläge, bei der Tour alle 18 Ortsteile einzubeziehen, gab es ebenso wie die Variante, sich auf drei Orte zu konzentrieren und in den Folgejahren in anderen Orten die Tour fortzusetzen. Das Modell einer Rundfahrt auf dem Holunderradweg wurde ebenso aufgegriffen wie das einer Sternfahrt zu einem zentralen Ort, an dem eine Veranstaltung stattfindet. "Wir wollen niemanden ausschließen, auch die nicht, die nur wenige Kilometer fahren können, deshalb wollen wir auch E-Bikes mit anbieten", so Volker Niemetz.

Bürgermeisterin Steffi Trittel stellte die Vielfalt in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Deshalb sollte die "Tour de Börde" auch keine Kirchentour werden. Vielmehr sollten Jung und Alt Geschichten über ihre Orte erzählen. Es sollten solche Etappenziele gewählt werden, die die Zahl der teilnehmenden Radfahrer nicht zwingend minimieren.

In zwei Gruppen wurden letztlich zwei Touren erarbeitet. Die Tour, die Rottmersleben, Nordgermersleben und Bebertal verbinden soll, zeichnet sich durch seine Kürze, ein Vielfalt an Wissenswertem und die Geselligkeit am Endpunkt aus. Die zweite Gruppe hat sich auf ein Zeitfenster von 9 bis 16 Uhr konzentriert, in dem eine etwa 50 Kilometer-Tour durchaus abzufahren ist. Ausgangspunkt soll Niederndodeleben sein, die Route führt einmal im Uhrzeigersinn und einmal entgegengesetzt auf dem Holunderradweg quer durch die Hohe Börde. Möglichkeiten der Abkürzung sind gegeben.

Nächste Sitzung am 20. Februar im Rathaus Hohe Börde

Drei Orte, an denen Wissenswertes vermittelt werden kann und an denen sich auch Vereine einbringen können, sollen noch gefunden werden. Großer Wert wird aber auch auf Aussichtspunkte unterwegs gelegt.

Nach drei Stunden stand dann endlich auch der 1. Mai als Veranstaltungstag fest, als Schirmherr ist der Innen- und Sportminister Holger Stahlknecht in die engeren Wahl gekommen. Weitere Details sollen in einer weiteren Sitzung der Arbeitsgruppe "Tour de Börde" geklärt werden. Termin ist der 20. Februar im Rathaus der Gemeinde Hohe Börde in Irxleben.