Wolmirstedt l Noch müssen sich die Wolmirstedter gedulden, aber das Licht am Ende des Bahnhofstunnels leuchtet deutlich. Die Personenunterführung wird erneuert und verlängert und wenn die fertig ist, schließen die Bahn und die Stadt Wolmirstedt weitere Bauarbeiten an. Dazu zählen die Umgestaltung der Ladestraße und des Quetchens sowie des Bahnhofsvorplatzes.

Verlängerte Personenunterführung

Geplant ist, dass ab Oktober 2020 die Personenunterführung weiter Richtung Ladestraße verlängert wird. Zwei Jahre später soll sie fertig sein. Ab 2022 können also Menschen aus und in Richtung Glindenberg den Bahnsteig unterqueren, müssen nicht mehr an der Schranke warten. Das gilt allerdings nicht für Lkw und Autos, die Straße führt auch in Zukunft über die Schienen.

Der jetzige Bahnhofstunnel führt von Gleis 1 zum Mittelbahnsteig von Gleis 2 und 3, ist nicht barrierefrei und auch sonst in keinem guten Zustand. Deshalb baut die Bahn neu und die Bahnsteige 1 und 2 werden mit Aufzügen erreichbar sein.

Die barrierefreie Unterführung ist von der Bahn lange geplant und immer wieder verschoben worden. Inzwischen sind in Wolmirstedt die Ideen weiter gereift, die Unterführung soll den Weg bis in die Glindenberger Straße ermöglichen. Deshalb wird die Unterführung länger als die jetzige, muss auch unter dem Gleis 3 hindurchführen. Dort, wo der Tunnel hinter dem Gleis 3 ins Freie führt, schließt sich eine Trogbrücke Richtung Glindenberger Straße an. Diese Trogbrücke mündet dann in einen Gehweg, der ebenfalls neu angelegt werden muss. Neue Lampen werden diesen Weg flankieren.

Die etwa 100.000 Euro übernimmt zum großen Teil das Land, 20 Prozent zahlt Wolmirstedt.

Die Ladestraße und das Quetchen

Ist diese verlängerte Personenunterführung fertig, soll anschließend ab 2022 auch das Gelände an der Ladestraße zu einem schönen Fleckchen Erde hergerichtet werden. Noch sieht es dort wüst aus, doch es soll hübscher werden, ein ganz neues Gesicht bekommen. Dort, wo derzeit Pflanzen wuchern und ein huckeliger Weg sich windet, sollen Pkw-Stellplätze und Behindertenparkplätze entstehen, einschließlich einer Zufahrtsstraße. Auch Wege, Treppen und Fahrradstellplätze werden das Gelände begehbar und benutzbar machen.

Bewohner der Region des Obstgartens durchqueren auf dem Weg zum Bahnhof gern das Quetchen. Diese kleine Gasse würde derzeit keinen Schönheitspreis gewinnen und soll deshalb ebenfalls im Zuge der Bauarbeiten angenehm begehbar werden.

Damit Reisende auch per Bus zum Bahnhof gelangen, soll es an der Glindenberger Straße Bushaltestellen geben.

Verbesserung des Bahnhofsvorplatzes

Auch dem Bahnhofsvorplatz will die Stadt eine Schönheitskur verpassen. Dort sollen im Jahr 2021 die Baufachleute das Zepter übernehmen. Die Buswartehäuschen bieten keinen schönen Anblick, fünf Überdachungen sollen erneuert werden. Weiterhin sollen Bordsteine an den Busbahnsteigen abgesenkt und eine überdachter Fahrradparkplatz für etwa 50 Fahrräder entstehen. Eine digitale Fahrgastinformation soll Reisenden zu jeder Zeit den neuesten Wissensstand vermitteln.